Deren Chef gehörte laut SZ "einst zur Neonazi-Szene" und pflege "bis heute enge Kontakte zur neurechten Bewegung". Das Blatt zitiert Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche in dem Zusammenhang mit den Worten: "Wir verfolgen diese Entwicklung mit Sorge, das lässt uns nicht kalt."

Ähnliche Initiativen von Rechts, in den Betriebsräten der Autobauer Fuß zu fassen, gibt es laut SZ nicht nur bei Daimler, sondern ebenso bei BMW in Leipzig. "Auch bei Opel in Rüsselsheim und bei Audi berichten Gewerkschafter und Medien von solchen rechten Initiativen", so das Blatt.

Bei der Ingolstädter VW-Tochter ist davon allerdings nichts bekannt. Die Listen zur Wahl der Arbeitnehmervertretung ab 20. März stehen fest. "Zur Betriebsratswahl 2018 treten bei Audi ausschließlich IG Metall (Industriegewerkschaft Metall), CGM (Christliche Gewerkschaft Metall), und FUCB (Freier Unabhängiger Christlicher Betriebsrat) an", sagte gestern ein Sprecher des Audi-Betriebsrats. In Neckarsulm tritt neben IG Metall und CGM die Liste FM (Freie Metaller) an. In Unternehmenskreisen will man ebenfalls nichts über rechte Aktivitäten gehört haben.