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16.06.2008 20:30 Uhr | 188x gelesen
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Spielplätze für jedes Alter


Ingolstadt (DK) In China und auch in Südeuropa sind Fitnessparks für Erwachsene bereits fester Bestandteil öffentlicher Anlagen. Jetzt kommt der Trend nach Deutschland. Auch hierzulande sind so genannte Mehrgenerationen-Spielplätze entstanden oder in Planung. In Nürnberg gibt es sie bereits, in Riedenburg ist ein Fitnesspark beschlossene Sache.


Die neuesten Geräte für solche Anlagen werden in Ingolstadt entwickelt. Der Ingolstädter Designer und Ergonom Wolfgang Moll, der sich stark für eine altersgerechte und barrierefreie Umwelt einsetzt, arbeitet mit dem Unternehmen Saysu aus der Nähe von Frankfurt zusammen, das Fitnessgeräte für öffentliche Parks, Wohnanlagen und Senioreneinrichtungen herstellt und vertreibt.

Andere Unternehmen funktionieren laut Moll Kinderspielgeräte einfach zu Senioren-Fitnessparcours um. Dies funktioniert aber nach seiner Meinung nicht so gut. Die Kinder beanspruchten dann die Geräte für sich, außerdem bevorzugten Erwachsene und Senioren "ernsthaftere" Geräte. Auch liege es Erwachsenen nicht, einen Parcours mehrmals im Kreis zu durchlaufen.

Deshalb sind laut Moll, der 2005 das Designbüro Produkt + Projekt in Ingolstadt gegründet hat, Outdoor-Fitnessgeräte besser geeignet. Denn sie fördern das Miteinander der Generationen. Beim Fitnesstraining können Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gemeinsam trainieren.

Außerdem achtet der Designer auf die Wirkung des Trainings auf die Mitmenschen. "Erwachsene wollen nicht herumhampeln und komische Verrenkungen in der Öffentlichkeit machen", so Moll. Deshalb hat er den Stretching-Tower entwickelt, ein Gerät, an dem Dehnübungen effektiv und stilvoll ausgeführt werden können, da man immer aufrecht steht und eine gute Figur macht. Jetzt beschäftigt sich der Designer mit speziellen Spielgeräten zum Training der Koordination und des Gleichgewichtssinns, speziell für Erwachsene und Senioren.

Neben den positiven Aspekten für die Gesundheit sieht der Designer aber auch wirtschaftliche Aspekte. Außer der Gesunderhaltung der Bevölkerung dient ein Fitnesspark ihm zufolge auch der Attraktivität einer Stadt für Besucher und Touristen. Zudem sei das Engagement für die Gesundheit und das soziale Miteinander auch immer ein guter Imageträger.


Donaukurier

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