"Wir haben einen kritischen Punkt erreicht", so Donohue. Deshalb habe er keine andere Wahl, als die "Alarmglocken zu läuten". Er kritisierte insbesondere die "unangemessene" Fokussierung Trumps auf das US-Handelsdefizit mit Mexiko und die von Washington geforderten Änderungen der Herkunftsregeln, nach denen die Bestandteile von Produkten zu einem gewissen Anteil aus den USA stammen sollen.

Gestern begann in Arlington (Virginia) die vierte Verhandlungsrunde über die Neuausrichtung des Freihandelsabkommens zwischen Mexiko, Kanada und den USA. Für die mexikanische Wirtschaft ist Nafta ein Eckpfeiler. Rund 80 Prozent der Exporte des Landes gehen in die USA.

Mexikanische Firmen riefen die Regierung Mexikos wiederholt dazu auf, in den Nafta-Gesprächen nicht nachzugeben. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir den Verhandlungstisch verlassen, weil unsere Partner Dinge verlangen, die Mexiko nicht liefern kann", kündigte Juan Pablo Castañón, Präsident des Koordinierungsrates für die mexikanische Wirtschaft, an.