Mittwoch, 30.05.2012 |

 

31.01.2012 21:08 Uhr | 1480x gelesen
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Wird bald der Sprit knapp?


Ingolstadt (DK) Der Insolvenzverwalter der Ingolstädter Petroplus-Raffinerie, Michael Jaffé, ist weiter auf der Suche nach Geldgebern zur Finanzierung dringend nötiger Rohölkäufe. „Wir sind da weiter dran“, hieß es gestern aus Unternehmenskreisen.


Die Raffinerie, die gegenwärtig nur mit 40 Prozent seiner Kapazität läuft, kann mit den bestehenden Vorräten noch bis Ende Februar produzieren.

Wenn bis dahin die Finanzierung nicht gesichert ist, könnte es sowohl in Bayern als auch in Österreich zu Problemen mit der Kraftstoffversorgung kommen, hieß es in Branchenkreisen. Möglicherweise könnten dann für kurze Zeit die Spritpreise anziehen. Diese Befürchtung hatte kürzlich auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) geäußert.

Mit einer Verarbeitung von fünf Mio. Tonnen Rohöl pro Jahr sicherte die Petroplus Deutschland GmbH bisher 25 Prozent des Bedarfs an Kraftstoffen, Heizöl, Flüssiggasen und Chemiegrundstoffen in Bayern. In Österreich wurden unterdessen Befürchtungen geäußert, eine endgültige Pleite von Petroplus könnte den Mineralölmarkt gravierend verändern. „Petroplus ist derzeit unser zweitwichtigster Lieferant“, sagte Bernd Zierhut vom Welser Mineralölhändler und Tankstellenbetreiber Doppler.

Aus Branchenkreisen hieß es weiter, der Betrieb der Raffinerie in Ingolstadt könnte von derzeit 40 Prozent der Kapazität noch weiter heruntergefahren werden – möglicherweise bis zum Stillstand der Produktion. Ein Betrieb bei mindestens 40 Prozent ist nötig, um rentabel zu arbeiten und auch nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im April die Geälter der 330 Mitarbeiter zu erwirtschaften.

Verhandlungen mit Investoren liefen, hieß es in Unternehmenskreisen. So erwägt der US-Investor Gary Klesch einen Einstieg bei drei Petroplus-Betrieben – darunter auch Ingolstadt. Für die Anlage in Cressier (Schweiz) interessiert sich angeblich der staatliche aserbaidschanische Ölkonzern Socar.

Es geht nun vor allem darum, durch Rohölkäufe die Produktion aufrechtzuerhalten. Denn eine stillgelegte Raffinerie wieder hoch zu fahren, wird teuer. Für den britischen Betrieb in Coryton wurde mit dem Kauf einer Ladung Rohöl die Produktion für „einige Tage“ gesichert, erklärte der Insolvenzverwalter PwC.

 


Donaukurier
 
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Kommentare

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FrageAntwort von   naudianer | 01.02.2012 07:16 Diesen Kommentar melden
Ja, Blödsinn und die Politik bläst ins Horn...

Was sind das alles für selbsternannte Experten? In der Region 3 Raffinerien und auf einmal "Spritmangel"!!!
Ja der Preis vor der Haustür st schon immer höher! Warum weiß keiner, wahrscheinlich weil die "kurzen" Transportweg so teuer sind...
Lieber Donaukurier ein bißchen mehr Recherche wäre doch sehr ratsam und wünschenswert....


FrageAntwort von bernd2 | 01.02.2012 07:22 Diesen Kommentar melden
Nicht zu vergessen...

....man kann auch dann unkompliziert die Mitarbeiter entlassen .Vor allem die....die schon lange dort arbeiten .

(Wir sind eine Boomstadt ,da darf der Preis so hoch sein ...)
Grins


FrageAntwort von   waelti | 01.02.2012 06:02 Diesen Kommentar melden
Hauptsache, man hat einen Grund Erhöhungen anzukündigen

Ich finde es schon erstaunlich, dass sofort ein Grund gefunden wird, den Spritpreis unter Umständen zu erhöhen. Wenn man bedenkt, dass Ingolstadt die Raffinerie direkt vor Ort hat und trotzdem im Umland der Benzinpreis niedriger ist als hier, kann ich das ganze Geschafel nicht ernst nehmen.


 

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