Mittwoch, 30.05.2012 |

 

03.02.2012 19:24 Uhr | 353x gelesen
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Die Werbung wirkt


Ingolstadt (DK) Ist Media Markt wirklich so günstig wie das Unternehmen in der Werbung behauptet? Wie sieht’s bei der Beratung aus? Und wie werden die Mitarbeiter behandelt? Die WDR-Dokumentation „Markencheck“, die in der ARD ausgestrahlt wird, hat den „Roten Riesen“ mit Hauptsitz in Ingolstadt in einer 45-minütigen Sendung unter die Lupe genommen. Gedreht und getestet wurde in mehreren Media Märkten in ganz Deutschland.


Während der Dreharbeiten stellte sich vor allem heraus, dass die aggressive Werbung à la „Ich bin doch nicht blöd“ ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt: „In den Köpfen der Menschen hat sich Media Markt als unglaublich günstig festgesetzt“, sagt Redakteur Detlef Flintz, der gemeinsam mit Klaus Schmidt für die Doku-Reihe „Markencheck“ verantwortlich ist. Obwohl das mit dem billigsten Preis in vielen Fällen nicht mehr stimme.

Unter anderem testeten die WDR-Redakteure in Zusammenarbeit mit einer Universität die Wirkung des Media-Markt-Logos. Sie zeigten Testpersonen nacheinander Bilder von Produkten in Verbindung mit einem erfundenen Preis und dem Logo eines beliebigen Anbieters. Das Ergebnis: Obwohl die erfundenen Preise bei Media Markt immer teurer waren als die der Konkurrenz, waren viele trotzdem fest davon überzeugt, dass die Ingolstädter die Günstigsten seien.

Gut für die Kunden: Laut WDR funktioniert die Tiefpreis-Garantie und auch die Sonderangebote seien wirklich günstig. Allerdings lange Media Markt dafür bei Zubehör wie Kabeln und Adaptern teils kräftig hin.

Was den Service anbelangt, fällt das Fazit des WDR gespalten aus: Zwar klappe der Umtausch „prima“, allerdings sei die Beratung des öfteren „nicht so gut“ gewesen. Außerdem, so Redakteur Flintz, habe man unter der Hand von Mitarbeitern gehört, dass diese zumindest während eines Teils ihrer Mittagspause arbeiten müssten, diese Zeit aber nicht bezahlt bekämen.

Ausgestrahlt wird die Sendung „Markencheck“ über Media Markt am Montag um 20.15 Uhr in der ARD.


Von Sebastian Peterhans

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