Audi-BKK wächst weiter
Ingolstadt (DK) "Wir sind hier auf der Insel der Glückseligen", sagt Jörg Schlagbauer, amtierender Verwaltungsratsvorsitzender der Audi-BKK. Während ringsum Krankenkassen kriseln oder wie die City BKK gar pleite gehen und Versicherte massiv verunsichert sind, schreibt die Ingolstädter Kasse schwarze Zahlen und wächst rasant.
Für die Mitglieder der Audi-BKK ändert sich dadurch zunächst mal nichts. Der Beitragssatz liegt ohnehin für alle gesetzlichen Kassen einheitlich bei 15,5 Prozent. Und Zusatzbeiträge der Versicherten, die die Krankenkassen fürchten wie die Pest, musste die wirtschaftlich gesunde Audi-BKK auch noch nicht verlangen.
Trotzdem: Die Fusion ist eine gute Nachricht für die Versicherten, da ist sich Schlagbauer sicher. Denn in der von politischen Unwägbarkeiten geprägten Krankenkassenlandschaft ist Stärke gefragt. "Und Stärke ist auch mit Größe verbunden", erklärt Schlagbauer im Gespräch mit unserer Zeitung. Die mittlerweile fünfte Fusion der Audi BKK mit einer anderen Kasse innerhalb der vergangenen zehn Jahre sieht er deshalb auch als Beitrag zur Zukunftssicherung.
Größe allein ist aber kein Kriterium. Man habe sich den zukünftigen Partner schon sehr genau angeschaut, versichert Schlagbauer. "Wir würden uns keine kranke Kasse ans Bein binden." Die Münchner BKK MAN und MTU sei aber ein "starker Partner". Auch die Versichertenstruktur werde sich durch die Fusion nicht verschlechtern.
Zu den über 400 Beschäftigten der Audi BKK kommen nun 95 neue Kollegen dazu. Sechs Geschäftsstellen hat die BKK MAN und MTU, drei davon allein in München.
Die Audi-BKK setzt damit einen rasanten Expansionskurs fort: Vor gerade einem Jahr schloss sich die Kasse mit der BKK FTE zusammen, deren Hauptzielgruppe Volkswagen-Beschäftigte waren. Damit wuchs die Zahl der Versicherten auf einen Schlag um 100 000 auf dann 360 000. Seitdem hat die Audi-BKK weitere 77 000 Versicherte dazugewonnen. 438 000 sind es jetzt. Und mit der BKK MAN und MTU wird nächstes Jahr die Halb-Millionen-Schwelle geknackt.
Das Ende der Fahnenstange? Es gebe im Moment keine Pläne für weitere Fusionen, sagt Schlagbauer. "Aber wir haben immer die Augen offen."
Donaukurier
Kommentare
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!







