Mittwoch, 10.03.2010 |

 

02.02.2010 20:07 Uhr | 121x gelesen
Vorlesen Drucken Text vergrößern

Bayerischer Bierabsatz weitgehend stabil


Bild: Bayerischer Bierabsatz weitgehend stabil .  München (DK) \

München (DK) "Mit einem blauen Auge davongekommen". So lautet das Fazit, das Michael Weiß, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, gestern in München für das Jahr 2009 gezogen hat.



Bild: Der Bierabsatz ist 2009 bayernweit deutlich geringer zurückgegangen als in Deutschland. - Foto: Bayerischer Brauerbund
Die Brauer im Freistaat hätten ihren Absatz nach einem katastrophalen Start in das vergangene Jahr – bedingt durch den langen und harten Winter – vom März bis Dezember insgesamt recht stabil gehalten, ohne dass sie die Verluste des Jahresanfangs jedoch noch ausgleichen hätten können. So sei ein Minus von 1,6 Prozent auf knapp 22,3 Mio. Hektoliter (hl) aufgelaufen. Bundesweit betrug der Absatzrückgang 2,8 Prozent auf 100,0 Mio. hl.

Das 1,6-prozentige Minus im Freistaat bedeute zwar einen Rückgang um knapp 370 000 hl, so Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes. Insgesamt liege der jährliche Ausstoß der bayerischen Braustätten damit aber relativ konstant zum zwölften Mal hintereinander in der Spanne zwischen 22 und 23 Mio. hl. Zusätzlich positiv sei, dass in dieser amtlichen Statistik alkoholfreies Bier nicht erfasst sei, da es nicht unter die Biersteuerpflicht falle. Laut einer internen Verbandsstatistik habe es in diesem Sektor 2009 aber ein Plus von rund 100 000 hl gegenüber 2008 gegeben, das vor allem "in der ungebrochenen Beliebtheit" des alkoholfreien Weißbiers begründet sei.

Dennoch habe die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch am Biermarkt – und dabei speziell beim Export – ihre Spuren hinterlassen, so Weiß. Der Dämpfer sei aber auch dabei in Bayern mit einem Minus von 3,13 Prozent deutlich geringer ausgefallen als bundesweit mit minus 7,16 Prozent. Insgesamt liegt die Exportquote des bayerischen Braugewerbes nun bei 15,0 (Vorjahr: 15,3) Prozent, während sie in Deutschland von 14,6 auf 13,9 Prozent gefallen ist.

Das bundesweit allgemein überdurchschnittliche Abschneiden von Bayerns Brauern führte Weiß auf deren "hohes Ansehen" zurück, "weil wir es sind, die für Bierkultur stehen" und dies von den Konsumenten honoriert werde. Der Trend gehe in Richtung Regionalität, Authentizität, Individualität und höchste Qualität. Für solche Produkte sei der Verbraucher auch bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen. Deshalb, so Weiß, müssten die Brauer weg vom Hektoliterdenken und hin zu Bier, das "teurer und dennoch den Preis wert" sei. Billigbier werde inzwischen nicht mehr als Segen für den Konsumenten, sondern als Gefahr für die Bierkultur erkannt.

Von Norbert Schmidl


Bookmark and Share
Vorlesen  Anhören Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

Kommentare

Symbol = Kommentar melden= Kommentar melden
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. mehr
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

 

Um Artikel kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!

Benutzername  
Passwort      
Noch keinen Zugang?
Jetzt kostenlos registrieren!
Anmeldung über Cookie merken


Weitere Themen 
Der "wetterfeste" Autohersteller hält Kurs
Audi Hungaria erleidet Einbußen
A1 startet in Brüssel
Audi zieht positive Bilanz für 2009
Schlagzeuger fährt im Silberpfeil vor
Die vier Ringe steigern wieder das Tempo
Gewinn verdoppelt
Auf direktem Weg vom Parkhaus zum Check-in
Mit dem "Fire Hero" in die Zukunft
Nur langsame Erholung in der Region