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24.06.2010 20:34 Uhr | 158x gelesen
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BHB will Getränkegeschäft ausbauen


Bild: BHB will Getränkegeschäft ausbauen .  München (DK) Mit dem Börsengang der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG mit Sitz in Ingolstadt will die Muttergesellschaft Bürgerliches Brauhaus Immobilien AG (BBI) wieder für eine klare Aufteilung zwischen Immobilien- und Getränkesektor sorgen.

München (DK) Mit dem Börsengang der BHB Brauholding Bayern-Mitte AG mit Sitz in Ingolstadt will die Muttergesellschaft Bürgerliches Brauhaus Immobilien AG (BBI) wieder für eine klare Aufteilung zwischen Immobilien- und Getränkesektor sorgen.


: BHB will Getränkegeschäft ausbauen
Bild: Herbert Die Brauerei Herrnbräu im Süden Ingolstadts.
Der Getränkebereich sei "ein Segment, das es wert ist, eigenständig erhalten zu bleiben", sagte BBI- und BHB-Aufsichtsratschef Ludwig Schlosser gestern in der Börse München im Rahmen der Pressekonferenz zum bevorstehenden Börsengang. Jedoch seien "Immobilien und Getränke nicht auf Dauer in einem Konzern zu bilanzieren".

Schlosser betonte, dass der Börsengang der BHB mit dem daraus erwarteten Emissionserlös von maximal 4,48 Mio. Euro nicht initiiert worden sei, damit die Bankverbindlichkeiten der Herrnbräu GmbH & Co. KG in Höhe von 3,76 (Vorjahr: 4,10) Mio. Euro getilgt werden könnten. Sie würden zwar – neben der Finanzierung der Expansion der Brauholding – auch dafür verwendet. Ziel sei aber ebenso gewesen, "Eigenständigkeit, Tradition und Arbeitsplätze" der Brauerei zu erhalten. "Trotz diverser Nachfragen" sei Herrnbräu als wesentlicher Teil der BHB deshalb auch nicht veräußert worden.

Gerhard Bonschab, der zusammen mit Franz Katzenbogen den BHB-Vorstand bildet, erläuterte die Ausrichtung der erst im Herbst 2009 gegründeten BHB Brauholding. Weil gerade kleine Brauereien wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds Probleme hätten, biete ihnen die BHB im mittelbayerischen Raum eine Plattform "mit vielen Möglichkeiten, anzudocken". So könnten Synergien etwa bei der Produktion oder bei der Abfüllung gehoben werden. Denn ungeachtet der Probleme sei eine Renaissance mittelständischer Brauereien festzustellen. "Dieses Feedback spüren wir, davon profitieren wir", sagte Bonschab. Andererseits könne die BHB auch Marken oder ganze Betriebe übernehmen. "Konkrete Akquisitionen haben wir derzeit aber nicht im Auge", so Bonschab.

Laut Katzenbogen gibt die BHB Brauholding bis zu 1,6 Millionen neue Aktien zum Festpreis von 2,80 Euro je Aktie aus. Die Papiere sind ab 1. Januar 2010 dividendenfähig. Die Angebotsfrist läuft vom 28. Juni bis 5. Juli. Die Erstnotiz ist für den 8. Juli geplant. Die BHB-Aktie wird im Freiverkehr im Segment m:access der Börse München gehandelt.

Wenn alle neuen BHB-Aktien platziert werden, sinkt der bisherige BBI-Anteil an der Brauholding von 73,33 auf 35,5 Prozent, der des Managements von 26,67 auf 12,9 Prozent. 51,6 Prozent befinden sich dann im Streubesitz.Kommentar Seite 2


Von Norbert Schmidl

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