Samstag, 04.02.2012 |

 

18.08.2008 21:12 Uhr | 294x gelesen
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Anylink wächst stark


Ingolstadt (DK) Weil die Anylink AG aus ihren bisherigen Räumlichkeiten im Existenzgründerzentrum (EGZ) herausgewachsen ist, will der Messsystem-Hersteller kräftig expandieren. Seit dem Umzug der Measuring and Quality Solutions (MQS) in einen Neubau im Gewerbepark Nord-Ost, werden deren Räume im EGZ schrittweise übernommen. Die Büro-, Arbeits- und Laborfläche der Anylink soll so vervierfacht werden, erklärt der Vorstand Michael Zirngibl. Bis Mitte August soll der Umzug der derzeit zwölf Mitarbeiter, davon ein Auszubildender, und der sechs Freiberufler abgeschlossen sein.


Ein Schwerpunkt der Anylink ist die Entwicklung und der Vertrieb eines Zählerlesesystems. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das die automatische, stündliche Ablesung des Stromzählers ermöglicht und die Messdaten ohne Ablesung im Haus an den Stromverkäufer sendet. Auch die Verbraucher hätten damit die Möglichkeit, zeitnah ihren Verbrauch zu prüfen und so Energiefresser auszumerzen. "Die Leute können so für den eigenen Verbrauch sensibilisiert werden", sagt Zirngibl, "damit man ein Gefühl für die eigene Energiebilanz bekommt." 5000 dieser Geräte seien schon im In- und Ausland im Einsatz. Unter anderem die Stadtwerke München würden das System derzeit testen.

Neben dem Zählerlesesystem, mit dem Anylink auf dem Markt konkurrenzlos ist, deckt die Firma auch andere Bereiche ab. "Wir bieten messtechnische Sonderlösungen", so Zirngibl. "Wir wollen mit unserem Unternehmen nicht auf einem Fuß stehen und bieten daher ein breites Produktspektrum an." Neben Canbus-Schnittstellen für Kraftfahrzeuge werden Hochfrequenz-Module zur Funk- und Datenübertragung in verschiedensten Einsatzbereichen hergestellt. In der Palette finden sich zum Beispiel WLAN-Systeme für explosionsgefährdete Bereiche, Mess- und Prüfgeräte für Pkw und Wartungssysteme für zukünftige Kohlendioxid-Klimaanlagen. "Obwohl es diese Klimaanlagen noch gar nicht in Serie gibt", fügt Zirngibl an.

Gegründet wurde die Anylink AG im April 2006, nachdem in den Vorjahren von Zirngibl und dem heutigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Martin Englmeier, zu zweit der Vertrieb für einen amerikanischen Halbleiterhersteller aufgebaut wurde. Schon im Juli 2006 konnten erste Mitarbeiter eingestellt werden. Nach der Personalerweiterung wurde eine eigene Entwicklungsabteilung aufgebaut und der Vertrieb eines zweiten Halbleiterherstellers aus der Schweiz übernommen.

"Die Firma lief von Anfang an positiv", blickt Zirngibl zurück. Dieses Jahr wurde schließlich die Modulproduktion der amerikanischen Firma vollständig übernommen.

 

 


Von Michael Kraus

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