Die Erwerbstätigen in Deutschland haben im dritten Quartal 2017 fast 15,4 Milliarden Stunden gearbeitet - soviel wie seit 25 Jahren nicht mehr. Der Aufwärtstrend beruht laut Arbeitsmarktforschern auf der steigenden Zahl von Beschäftigten. Hohe Beschäftigung lässt Zahl der Arbeitsstunden steigen
Die Erwerbstätigen in Deutschland haben im dritten Quartal 2017 fast 15,4 Milliarden Stunden gearbeitet - soviel wie seit 25 Jahren nicht mehr. Der Aufwärtstrend beruht laut Arbeitsmarktforschern auf der steigenden Zahl von Beschäftigten.
© 2017 AFP

Die Erwerbstätigen in Deutschland haben im dritten Quartal 2017 fast 15,4 Milliarden Stunden gearbeitet - soviel wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Von Juli bis September lag die Zahl der Arbeitsstunden damit um 1,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Mehr gearbeitet wurde demnach zuletzt vor 25 Jahren.

Im ersten Quartal 1992 lag das Arbeitsvolumen bei 15,38 Milliarden Stunden, im vergangenen Quartal bei 15,36 Milliarden. "Der Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen beruht auf der stark steigenden Zahl von Beschäftigten", erklärte IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber.

Die Zahl der bezahlten und der unbezahlten Überstunden blieb dagegen mit durchschnittlich 5,3 beziehungsweise 5,7 Überstunden pro Quartal auf dem gleichen Stand wie ein Jahr zuvor. Auch die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit veränderte sich kaum: Sie stieg mit rund 30 Stunden gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1 Prozent. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt rund 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte rund 17 Stunden.