Donnerstag, 23. Februar 2017 |

 

09.01.2017 13:52 Uhr | x gelesen
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Meryl Streep rechnet bei Golden Globes mit Trump ab


Bild: Meryl Streep rechnet bei Golden Globes mit Trump ab.  Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer US-Präsident haben Stars die Golden Globes-Gala zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht. Der reagierte prompt.

Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer US-Präsident haben Stars die Golden Globes-Gala zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht. Der reagierte prompt.


Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer Präsident der USA haben mehrere Stars die Verleihung der Golden Globes zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht. Meryl Streep mit der Auszeichnung für ihr Lebenswerk
Bild: © 2017 AFP Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer Präsident der USA haben mehrere Stars die Verleihung der Golden Globes zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht.

Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer US-Präsident haben Stars die Golden Globes-Gala zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht. Trump reagierte mit einer harschen Twitter-Retourkutsche gegen die Künstlerin.

Streeps Rede nach ihrer Auszeichnung mit dem Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk geriet in weiten Strecken zu einer hochemotionalen Abrechnung mit Trumps Attacken auf mexikanische Immigranten, Muslime, auf Hollywood und die Medien.

"Ihr alle in diesem Raum zählt gerade zu den am meisten geschmähten Teilen der amerikanischen Gesellschaft. Denkt mal darüber nach: Hollywood, Ausländer, und die Presse", sagte die 67-jährige dreifache Oscar-Preisträgerin, die zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation zählt.

Hollywood "wimmelt von Außenseitern und Ausländern" - "wenn wir sie alle rauswerfen, gibt es für uns nichts anderes mehr zu schauen als Football und Mixed Martial Arts, und das ist keine Kunst", sagte sie

Es habe ihr fast "das Herz gebrochen", als Trump während eines Wahlkampfauftritts die Bewegungen eines behinderten "New York Times"-Journalisten nachgeahmt habe, sagte Streep mit tränenerstickter Stimme. Dieser Moment, als der "Mann, der sich um einen Platz auf dem meistgeachteten Sitz unseres Landes bewarb", über einen ihm an "Macht und der Fähigkeit zurückzuschlagen" Unterlegenen lustig machte, gehe ihr nicht mehr aus dem Kopf.

"Dieser Instinkt, andere zu demütigen" werde "unser aller Leben durchdringen", da sich nun auch andere berechtigt fühlen werden, dasselbe zu tun, warnte sie. "Geringschätzung lädt zu Geringschätzung ein. Gewalt stachelt zu Gewalt an", sagte Streep. "Wenn die Mächtigen ihre Position dazu nutzen, andere einzuschüchtern, verlieren wir alle." Unter zustimmenden Rufen aus dem Publikum rief Streep die Medien dazu auf, den Mächtigen weiter auf die Finger zu schauen und sie für "jeden Frevel" zur Verantwortung zu ziehen.

Globes-Moderator Jimmy Fallon hatte bereits in seiner Eröffnungsrede über den künftigen Präsidenten hergezogen. Die Verleihung sei "einer der wenigen Orte, an dem in Amerika die direkten Wahlstimmen noch zählen", sagte er - bei der Präsidentschaftswahl im November hatte Trumps Rivalin Hillary Clinton rund 2,8 Millionen Stimmen mehr erhalten als der Kandidat der Republikaner, aufgrund des Wahlmännersystems aber trotzdem verloren.

Der britische Schauspieler Hugh Laurie, der für seine Nebenrolle in dem Krimi "The Night Manager" ausgezeichnet wurde, sagte, er fühle sich geehrt, zu den Siegern der letzten "Golden Globe-Verleihung in der Geschichte" zu gehören. Er wolle nicht pessimistisch sein, müsse aber daran erinnern, dass die Verleihung "'Hollywood', 'Ausland' und 'Presse' in ihrem Titel" trage - die Golden Globes werden vom Verband der Auslandspresse vergeben.

Trump reagierte prompt: In mehreren Tweets bezeichnete er Streep als "eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood". Sie "kennt mich nicht, aber greift mich vergangene Nacht bei den Golden Globes an". "Sie ist eine Hillary-Hofschranze...", schrieb er in Anspielung auf seine bei den US-Wahlen unterlegene Rivalin Hillary Clinton.

Zu dem Vorwurf, er habe einen behinderten Journalisten beleidigt, schrieb Trump: "Zum 100. Mal, ich habe mich niemals über einen behinderten Reporter 'lustig gemacht' (würde so was nie tun), sondern habe ihn lediglich als 'kriecherisch' gezeigt, als er eine 16 Jahre alte Geschichte, die er geschrieben hatte, völlig umänderte, um mich schlecht aussehen zu lassen. Einmal mehr sehr verlogene Medien!"

Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer Präsident der USA haben mehrere Stars die Verleihung der Golden Globes zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht. Golden Globes
Bild: © 2017 AFP Rund zehn Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer Präsident der USA haben mehrere Stars die Verleihung der Golden Globes zu Angriffen auf den Rechtspopulisten genutzt. Am schärfsten ging Meryl Streep mit dem Multimilliardär ins Gericht.
Trump reagierte prompt: In mehreren Tweets bezeichnete er Streep als "eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood". Donald Trump
Bild: © 2017 AFP Trump reagierte prompt: In mehreren Tweets bezeichnete er Streep als "eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood".

Los Angeles (AFP)

 
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