Für die Ernennung des bisherigen Generalstaatsanwalts Scott Pruitt stimmten 52 Senatoren, 46 votierten gegen ihn.

Der 48-Jährige übernimmt nun die Leitung einer Behörde, die er als Chefankläger im Bundesstaat Oklahoma jahrelang bekämpft hat. Pruitt hat sich für die Interessen der Öl-Industrie eingesetzt und gegen neue Umweltauflagen für die Branche gefochten. Zudem zog er in der Vergangenheit den menschlichen Anteil am Klimawandel in Zweifel.

Während seiner Anhörung im Senat räumte Pruitt dann allerdings ein, eine Mitverantwortung des Menschen für die Erderwärmung sei wissenschaftlich erwiesen. Allerdings lasse sich das Ausmaß nicht bestimmen. Die Demokraten versuchten, Pruitts Ernennung aufzuhalten. Sie hielten aus Protest eine Nachtsitzung in der Kongresskammer ab. Dennoch stimmten dann auch zwei demokratische Senatoren aus kohlefördernden US-Bundesstaaten für Pruitt. Als Generalstaatsanwalt hatte er die EPA mit mehr als einem Dutzend Klagen überzogen. ‹ŒFoto: Kaster/dpa