In Deutschland sicherten Bundespolizisten bei Durchsuchungen in vier Bundesländern umfangreiches Beweismaterial. Europol unterstützte die Aktion.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Migranten aus Indien meist über Frankreich ins Schengen-Gebiet eingeschleust und dafür 7000 Euro pro Flüchtling kassiert zu haben. Bei den Schleusungen wurden laut Bundespolizei Visa benutzt, die unter falschen Angaben beschafft worden waren. Die Dokumente wurden später von den nach Europa eingeschleusten Indern entsorgt. Nach der Weiterreise nach Deutschland beantragten die Migranten dann unter falschen Personalien hierzulande Asyl.

Nach Angaben der französischen Ermittler wurden die sechs tatverdächtigen Inder im Großraum Paris festgenommen. In Deutschland wurden laut Bundespolizei sieben Objekte durchsucht, die meisten davon in den neuen Bundesländern. Bei dem Hauptbeschuldigten handelt es sich demnach ebenfalls um einen aus Indien stammenden Asylbewerber. Er lebte in Deutschland und setzte sich während der Ermittlungen nach Frankreich ab.