Wenn der Kostendruck in der Produktion immer wieder zu Skandalen führt. Wenn Abfall im Essen landet. Dioxin im Futter. Auch bei der Fipronil-Panscherei im Reinigungsmittel dürfe es um billig, billig, billig gegangen sein.

Aber langsam: Es ist nun einmal so, dass es sich viele Menschen schlichtweg nicht erlauben können, zum Hofladen oder zum Bio-Händler zu gehen. Auch diese Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Lebensmittel sicher sind. Deshalb müssen die Kontrollen verschärft werden.

Die Debatte über eine EU-Task-Force darf nicht enden, wenn der Fipronil-Skandal in Vergessenheit gerät. Bei der geplanten Krisensitzung der EU-Kommission muss es vor allem darum gehen, wie unterbunden werden kann, dass Mitgliedsländer Erkenntnisse über Gefahren durch Lebensmittel wochen- oder gar monatelang für sich behalten.