Das Dementi des Münchner Automobilherstellers ließ gestern wenig überraschend nicht lange auf sich warten. Doch wenn die Recherche der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stimmt, dann würde der von Volkswagen ausgelöste Abgas-Betrug in eine neue Runde gehen. Für die deutsche Automobilindustrie wäre das ein Horrorszenario. Aber so lange sollte auch DUH-Chef Jürgen Resch vom Gas gehen. Denn in der Tat deutete bislang wenig darauf hin, dass auch BMW bei den Abgas-Werten manipulierte. Und doch war es nur eine Frage der Zeit, bis die DUH auf ihrem Kreuzzug gegen den Diesel-Antrieb auch in München Station machen würde. Denn zuvor waren Daimler und Opel ins Visier der Organisation geraten. Der Eifer, den die DUH dabei an den Tag legte, blieb aber bislang noch ohne juristische Konsequenzen für die Hersteller. Bislang war immer nur von rechtlichen Grauzonen die Rede.

Des Betrugs überführt ist bislang einzig VW, und dies nicht von der DUH, sondern von der US-amerikanischen Justiz. Deshalb ist die Attacke der auch als Abmahnverein bekannten Organisation mit Zurückhaltung zu begegnen.