Montag, 23. Oktober 2017
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Die "Tatort"-Debatte

Lange vergangen scheinen die Zeiten, da das Fernsehen als "Lagerfeuer der Nation" galt. Da TV-Sendungen am Tag danach Gesprächsstoff zuhauf boten, ja, geradezu gemeinschaftsstiftend wirkten. Solches ist in Zeiten postmodernen Medienkonsums längst passé.

Da geht was

Der Auftakt gelingt, läuft überraschend reibungslos. Kein großer Streit, keine Konfrontation, stattdessen routinierte erste Schritte der vier Partner auf dem schwierigen Weg nach Jamaika und symbolträchtige Bilder wie die gemeinsamen Balkonszenen.

Europa bröckelt

Und schon wieder ein Rechtsruck: Nach Ungarn, Polen und Österreich jetzt auch Tschechien. Einmal mehr gehen Populisten mit Anti-Europa- und Anti-Ausländer-Parolen als große Sieger aus einer Wahl hervor. Noch nicht einmal, dass gegen Andrej Babis ein Verfahren ausgerechnet wegen Millionenbetrugs mit EU-Subventionen läuft, konnte seine Landsleute davon abhalten, ihn zum designierten Regierungschef zu küren.

Alles auf Anfang

Das Ende der Legislaturperiode in Nordrhein-Westfalen hat auch den Schlusspunkt hinter den ersten Landtags-Untersuchungsausschuss zum Fall Anis Amri gesetzt. Dabei waren die Abgeordneten längst nicht fertig mit ihrer Ermittlungsarbeit.

In Trippelschritten voran

Nein, Theresa May hat noch immer nicht geliefert, bleibt beim EU-Gipfel finanzielle Zusagen und weitere Antworten schuldig.

Eine schwierige Reise

Das Warten hat ein Ende. Fast vier Wochen nach der Bundestagswahl beginnt nun die Reise in politisches Neuland. Auf nach Jamaika? Der Fahrplan immerhin steht.

Rajoy in der Falle

Man fühlt sich an zwei Züge erinnert, die mit Höchstgeschwindigkeit aufeinander zuzu rasen. Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy und Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont forcieren die Konfrontation. Letzterer ist auf die Forderungen aus Madrid nicht eingegangen, will nicht auf die Unabhängigkeit verzichten.

Prima Klima

Kleine Spitzen und Rempeleien - vor dem Beginn der heißen Phase der Sondierungen für eine Jamaika-Koalition achten Liberale und Grüne noch einmal darauf, Abstand zu wahren und scheinbar das alte Feindbild ein wenig aufzupolieren. Schließlich soll die jeweilige Basis nicht den Eindruck bekommen, dass hier beide Seiten auf dem Weg zur Macht die tiefen Gräben mir nichts, dir nichts zuschütten.

Ein überfälliges Signal

Zuckerbrot und Peitsche - mit dieser Taktik will Kanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Gipfel die Türkei zur Räson bringen. Die Vorbeitrittshilfen werden gekürzt, weil Ankara unter Präsident Recep Tayyip Erdogan die Rechtsstaatlichkeit mit Füßen tritt, deutsche Staatsbürger willkürlich ins Gefängnis sperrt.

An die Arbeit

Der Theaterdonner und das öffentliche Poltern aus den Reihen von Union, FDP und Grünen sind verstummt, jetzt geht es endlich an die Arbeit. Zum Erfolg verdammt, aber ein Scheitern nicht ausgeschlossen, das ist die Ausgangslage für die mit dreieinhalb Wochen Verzögerung gestarteten Jamaika-Sondierungen.

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