Montag, 21. August 2017
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Kommentare

Der Gefährliche

Ob Donald Trump wohl insgeheim gehofft hatte, bei den Protesten gegen Hass und Rassismus in Boston komme es zu Gewaltausbrüchen? Darauf deutete jedenfalls sein anfänglicher Kommentar hin, es gebe dort "viele Polizeigegner". Später, nachdem alles friedlich geblieben war, applaudierte er "den vielen Protestierenden", die "sich gegen Bigotterie und Hass aussprechen". Was zum Abgang des nationalistischen Rechtsauslegers Stephen Bennon aus dem Weißen Haus zu passen scheint. Wandelt sich der US-Präsident etwa doch noch vom Saulus zum Paulus? Davon ist nicht auszugehen, wenn man an den doppelten Meinungswandel nach der Gewalt von Charlottesville denkt.

Der Wendige

Horst Seehofer ist doch immer wieder für eine Überraschung gut, die Volten des CSU-Chefs sind legendär. Gestern hat er in der ARD für einen Paukenschlag gesorgt: Plötzlich war die Obergrenze von 200 000 Flüchtlingen im Jahr keine Koalitionsbedingung mehr für den Christsozialen.

Der Maßlose

Das wird Recep Tayyip Erdogan gar nicht gefallen. Statt dass der deutsche Staatsbürger Dogan Akhanli kurzerhand an die Türkei überstellt wird, um dort in einem Kerker zu verschwinden, kann der sich jetzt in Spanien in einem rechtsstaatlichen Verfahren gegen alle Anschuldigungen wehren.

Dokument des Scheiterns

Die Bundestagsabgeordnete und Drogenbeauftragte Marlene Mortler lenkt den Fokus auf einen Aspekt, der in der drogenpolitischen Debatte bisher viel zu kurz gekommen ist: auf die Kinder von Suchtkranken.

Viel Luft nach oben

Die letzten schweren Anschläge und Attentate erschütterten meist die Franzosen und die Briten. Spanien schien relativ sicher zu sein. 13 Jahre nach den verheerenden Bomben auf die Pendlerzüge in Madrid wird das Land nun wieder von terroristischer Gewalt getroffen. Doch das mörderische Attentat in Barcelona zielt auf uns alle in der freien Welt. Dies kann man nicht oft genug betonen.

Ein Balanceakt

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich viel vorgenommen. Sie möchte der Bundeswehr einen neuen Traditionserlass verordnen. Zumindest hat sie erst einmal eine Debatte angestoßen, und dagegen ist nichts einzuwenden.

Strafe für Mehrarbeit

Leistung muss sich lohnen, die starken Schultern müssen mehr tragen als die schwachen - diese Binsenweisheiten haben Politiker aller Parteien in ihrem Repertoire.

Dämpfer im Wahlkampf

Mag Frauke Petry auch versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen - die drohende Aufhebung ihrer Immunität und die mögliche Anklage oder ein Strafbefehl wegen des Verdachts auf Meineid treffen sie persönlich und ihre Partei hart. Schließlich kommt dies zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Kalkulierter Ausflug

Normalerweise nehmen sie kein Blatt vor den Mund, sind alles andere als zurückhaltend und auch nicht meinungsschwach. Mit ihren Clips im Internet erreichen sie Millionen von jungen Menschen.

Vielleicht der Wendepunkt

Man konnte Stabschef John Kelly die Qualen regelrecht ansehen. Der stolze Vier-Sterne-General hat sich in den vergangenen Tagen nach Kräften bemüht, die jüngste Krise zu entschärfen. Er soll es gewesen sein, der Donald Trump doch noch dazu bewegt hat, den in den USA um sich greifenden Rassismus zu verurteilen - wenn auch reichlich spät und leidenschaftslos.

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