Südafrikas Regierungspartei ANC hat in der Nacht zum Dienstag weiter um die Zukunft des von zahlreichen Skandalen belasteten Staatschefs Jacob Zuma gerungen. Das Exekutivkomitee beriet in Pretoria hinter verschlossenen Türen. Der staatliche Rundfunk SABC berichtete von einem 48-stündigem Ultimatum an Zuma. ANC-Chef Ramaphosa
Südafrikas Regierungspartei ANC hat in der Nacht zum Dienstag weiter um die Zukunft des von zahlreichen Skandalen belasteten Staatschefs Jacob Zuma gerungen. Das Exekutivkomitee beriet in Pretoria hinter verschlossenen Türen. Der staatliche Rundfunk SABC berichtete von einem 48-stündigem Ultimatum an Zuma.
© 2018 AFP

Südafrikas Regierungspartei ANC hat in der Nacht zum Dienstag weiter um die Zukunft des von zahlreichen Skandalen belasteten Staatschefs Jacob Zuma gerungen. Das 107-köpfige Exekutivkomitee beriet in einem Hotel in Pretoria hinter verschlossenen Türen. Der staatliche Rundfunk SABC berichtete ohne Angabe von Quellen von einem 48-stündigen Ultimatum, innerhalb dessen Zuma zurücktreten solle.

Lehnt Zuma einen Rücktritt ab, könnte das Exekutivkomitee als höchstes Entscheidungsorgan der Partei ihn wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe gegen ihn und seine Regierung abberufen. Der Präsident hätte jedoch das Recht, diese Anordnung zu ignorieren. Ein weiterer Schritt wäre dann ein Misstrauensvotum im Parlament.

Lokale Medien berichteten, ANC-Chef Cyril Ramaphosa habe das Treffen für etwa eine Stunde verlassen, um Zuma in seiner Residenz zu treffen. Gegen Mitternacht sei er wieder zu den Beratungen des Exekutivkomitees zurückgekehrt.

Ramaphosa, der auch Vize-Präsident ist, will das Image des ANC wieder aufpolieren. Am Sonntag hatte er seinen Anhängern einen politischen Neubeginn versprochen.

Südafrikas Opposition forderte vor dem Hintergrund des anhaltenden Machtkampfs im ANC am Montag vorgezogene Parlamentswahlen. Ein Parlamentssprecher teilte mit, ein Antrag der Opposition auf ein Misstrauensvotum gegen Zuma am Dienstag werde weiter geprüft.