Nach dem starken Erdbeben an der Grenze zwischen dem Iran und Irak haben zehntausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien ausgeharrt. Im Iran stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden auf mindestens 421, mehr als 7300 Menschen wurden dort  verletzt. Erdbebenopfer wärmen sich an einem Feuer
Nach dem starken Erdbeben an der Grenze zwischen dem Iran und Irak haben zehntausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien ausgeharrt. Im Iran stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden auf mindestens 421, mehr als 7300 Menschen wurden dort  verletzt.
© 2017 AFP

Nach dem starken Erdbeben an der Grenze zwischen dem Iran und Irak haben zehntausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien ausgeharrt. Im Iran stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Behörden vom Montagabend auf mindestens 421, mehr als 7300 Menschen wurden dort verletzt. Auf der anderen Seite der Grenze starben dem irakischen Gesundheitsministerium zufolge acht Menschen, rund 330 wurden verletzt.

Für Dienstag ordnete die iranische Regierung einen Tag der Trauer an. Die Menschen bräuchten vor allem Zelte, Wasser und Lebensmittel, sagte der Chef der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammed Ali Dschafari, der dem Erdbebengebiet einen Besuch abstattete. Neu gebaute Häuser hätten dem Erdbeben gut standgehalten, alte, aus Lehm gebaute Häuser seien "völlig zerstört", sagte er im staatlichen Fernehen.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wurden 30 Teams des Roten Halbmonds in das Katastrophengebiet entsandt.

Das schwere Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert, als viele Menschen zu Hause waren. Das Epizentrum lag etwa 50 Kilometer nördlich von Sarpol-e Sahab. Mehr als 150 Nachbeben wurden gezählt.