US-Rapper Kanye West hat den Versicherer Lloyd's auf eine Millionensumme verklagt. Er wirft dem Versicherungsunternehmen vor, entgegen vertraglicher Vereinbarungen nicht für Schäden aufzukommen, die ihm durch eine abgebrochene Tour entstanden sind. US-Rapper Kanye West bei einem Auftritt in New York
US-Rapper Kanye West hat den Versicherer Lloyd's auf eine Millionensumme verklagt. Er wirft dem Versicherungsunternehmen vor, entgegen vertraglicher Vereinbarungen nicht für Schäden aufzukommen, die ihm durch eine abgebrochene Tour entstanden sind.
© 2017 AFP

US-Rapper Kanye West hat den Versicherer Lloyd's am Dienstag auf eine Millionensumme verklagt. Der Rapper wirft dem Versicherungsunternehmen vor, entgegen vertraglicher Vereinbarungen nicht für Schäden aufzukommen, die ihm durch die abgebrochene Konzerttour "Saint Pablo Tour" im vergangenen Jahr entstanden sind, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Der 40-jährige Musiker hatte die eigentlich bis 31. Dezember angesetzte Tour im November 21 Auftritte vor ihrem Ende wegen psychischer Probleme abgebrochen. Jetzt soll Lloyd's Wests Firma zehn Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) zahlen.

West und seine Firma Very Good Touring hätten bis heute weder Geld noch eine glaubwürdige Erklärung für die ausbleibenden Zahlungen von Lloyd's erhalten, heißt es in der Klageschrift. Dem Versicherer wirft West vor, absichtlich auf Zeit zu spielen. Die Verzögerungstaktik sei typisch und Teil einer Geschäftsstrategie endloser juristischer Auseinandersetzungen nach Schadensfällen, mit denen die Versicherer ihre Verpflichtungen umgehen wollten, schreiben Wests Anwälte.

West hatte Ende vergangenen Jahres seine Fans bei einem Konzert in Kalifornien mit wirren Reden auf der Bühne verstört und sich kurze Zeit später in psychiatrische Behandlung begeben.