Der bisherige Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, Alan Gilbert, hat einen Traum: Der 50-Jährige will eine Art Weltorchester gründen, wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte. Alan Gilbert mit den New Yorker Philharmonikern
Der bisherige Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, Alan Gilbert, hat einen Traum: Der 50-Jährige will eine Art Weltorchester gründen, wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte.
© 2017 AFP

Der bisherige Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, Alan Gilbert, hat einen Traum: Der 50-Jährige will eine Art Weltorchester gründen, wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte. In der neuen Gruppe "Musiker für die Einheit" will er Künstler aus der ganzen Welt vereinen. Gilbert sagte, die Musiker sollten "Konzerte geben, die die Hoffnung nach Frieden, Zusammenarbeit und Menschlichkeit" ausdrücken.

Als "universelle" und völkerverbindende Musik eigneten sich zum Beispiel Kompositionen von Johann Sebastian Bach, sagte Gilbert. "Auch eine Beethoven-Symphonie kann eine starke Erfahrung für jedermann sein." Die Vereinten Nationen unterstützen das Projekt des Dirigenten, Generalsekretär Antonio Guterres schickte eine Grußnote.

Gilbert hat bereits mehrfach mit internationalen Formaten experimentiert: Zu seinen Abschiedskonzerten mit den New Yorker Philharmonikern lud er in den vergangenen Wochen Gastmusiker aus 24 Ländern ein - darunter auch aus Staaten, die schwierige Beziehungen zu den USA haben, wie der Iran und Venezuela. Gilbert meint, Musik könne dort eine Wirkung haben, "wo Reden nicht funktioniert". Er verwies etwa auf einen erfolgreichen Auftritt der New Yorker Philharmoniker in Nordkorea im Jahr 2008.

Gilbert stand den New Yorker Philharmonikern acht Jahre lang vor. Sein Nachfolger an der Spitze des Orchesters ist der Niederländer Jap van Zweden.