Nach gewaltsamen Protesten gegen den Freispruch eines weißen Ex-Polizisten in St. Louis hat die irische Rockband U2 ein für Samstagabend geplantes Konzert in der Stadt im US-Bundesstaat Missouri abgesagt. Die Rockband U2 sorgt sich um die Sicherheit ihrer Fans
Nach gewaltsamen Protesten gegen den Freispruch eines weißen Ex-Polizisten in St. Louis hat die irische Rockband U2 ein für Samstagabend geplantes Konzert in der Stadt im US-Bundesstaat Missouri abgesagt.
© 2017 AFP

Nach gewaltsamen Protesten gegen den Freispruch eines weißen Ex-Polizisten in St. Louis hat die irische Rockband U2 ein für Samstagabend geplantes Konzert in der Stadt im US-Bundesstaat Missouri abgesagt. In einer gemeinsam mit der Unterhaltungsfirma Live Nation veröffentlichten Erklärung begründete die Band die Absage mit Sorge um die Sicherheit ihrer Fans.

"Wir wurden von der Polizeibehörde von St. Louis informiert, dass sie nicht den Standard-Schutz für unser Publikum gewährleisten kann, wie es bei einem Konzert dieser Größe erwartet wird", hieß es in der Mitteilung. "Wir können nicht guten Gewissens die Sicherheit unserer Fans riskieren, indem wir das Konzert stattfinden lassen. So sehr wir die Absage bedauern, spüren wir, dass dies das einzige akzeptable Vorgehen in dieser Umgebung ist."

Ein Gericht in St. Louis hatte am Freitag einen früheren Polizisten freigesprochen, der einen mutmaßlichen Drogenhändler erschossen hatte, obwohl der Afroamerikaner nach Videoaufnahmen unbewaffnet war. Bei Protesten gegen das Urteil wurden zehn Polizisten verletzt, 23 Menschen wurden festgenommen. Für Samstag wurde mit weiteren Krawallen gerechnet.