Die Aschenputtel-Oper der erst elf Jahre alten Komponistin Alma Deutscher ist in Wien uraufgeführt worden. Mehrere hundert Zuschauer bereiteten dem kleinen Musikgenie nach der Aufführung im Casino Baumgarten stehende Ovationen. Die elfjährige Komponistin Alma Deutscher
Die Aschenputtel-Oper der erst elf Jahre alten Komponistin Alma Deutscher ist in Wien uraufgeführt worden. Mehrere hundert Zuschauer bereiteten dem kleinen Musikgenie nach der Aufführung im Casino Baumgarten stehende Ovationen.
© 2016 AFP

Die Aschenputtel-Oper der erst elf Jahre alten Komponistin Alma Deutscher ist in Wien uraufgeführt worden. Mehrere hundert Zuschauer bereiteten dem kleinen britischen Musikgenie nach der Aufführung im Casino Baumgarten am Donnerstagabend stehende Ovationen. In Alma Deutschers "Cinderella" ist die Aschenputtel-Figur eine Komponistin, ihr Prinz ein Poet. Deutschers Oper wird um die Jahreswende in Wien vier Mal aufgeführt, eine Kammerversion wurde zuvor bereits in Israel präsentiert.

"Alma war sehr glücklich, die Aufführung des Stückes zu sehen, das sie so lange in ihrer Vorstellung mit sich trug", sagte die Öffentlichkeitsbeauftragte der jungen Komponistin, Judy Grahame, der Nachrichtenagentur AFP. Der britischen Rundfunkgesellschaft BBC sagte Alma, die im Süden Londons wohnt, sie sei "sehr stolz" auf die Aufführung, wolle sich aber möglichst schnell ihren anderen Vorhaben zuwenden - einem Klavierkonzert, einem Buch, einem Film und weiteren Kompositionen.

Almas "Cinderella" spielt im Opernhaus. Aschenputtel gibt sich dem Prinzen nicht durch einen passenden Schuh zu erkennen, sondern durch die passende Ergänzung zu einem Gedicht. Die bösen Stiefschwestern sind nach den Worten der Komponistin "aufgeblasene Primadonnen". In der Wiener Aufführung trat Alma kurz mit ihrer Geige auf - sie beherrscht aber auch das Klavierspielen.

Im Oktober erzählte Alma der Nachrichtenagentur AFP, wie das Komponieren bei ihr funktioniert. Ein wichtiges Werkzeug ist dabei ihr Hüpfseil. "Ich hüpfe nicht wirklich, sondern schwenke das Seil herum und denke mir dabei Geschichten aus. Oft hüpft mir dann einfach eine Melodie in den Kopf, dann renne ich schnell und schreibe sie in mein Heft." Das funktioniert aber nur mir ihrem eigenen, speziellen Seil "mit glitzernden Quasten und Pailletten".