Die neuseeländische Sängerin Lorde hat Boykottaufrufen nachgegeben und ein geplantes Konzert in Israel abgesagt. Die 21-Jährige teilte das über den israelischen Konzertveranstalter Naranjah mit. Lorde bei einem Auftritt im Juni in New York
Die neuseeländische Sängerin Lorde hat Boykottaufrufen nachgegeben und ein geplantes Konzert in Israel abgesagt. Die 21-Jährige teilte das über den israelischen Konzertveranstalter Naranjah mit.
© 2017 AFP

Die neuseeländische Sängerin Lorde hat Boykottaufrufen nachgegeben und ein geplantes Konzert in Israel abgesagt. Sie habe "eine überwältigende Zahl von Nachrichten und Briefen bekommen und mit vielen Menschen, die verschiedene Meinungen haben, diskutiert", teilte die 21-Jährige am Sonntag über den israelischen Konzertveranstalter Naranjah mit. "Und ich denke, die richtige Entscheidung ist zum jetzigen Zeitpunkt, die Show abzusagen."

Lorde hatte vergangene Woche ein Konzert in Tel Aviv im Juni angekündigt. Das rief Unterstützer einer Boykott-Kampagne auf den Plan, die Künstler von Auftritten in Israel abbringen will. Die Aktivisten von BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) wollen mit den Boykottaufrufen gegen die israelische Besatzungspolitik protestieren. Israel wirft BDS Antisemitismus vor, was die Aktivisten vehement bestreiten.

Mehrere Künstler haben sich in den vergangenen Jahren dem Boykott angeschlossen. Unter anderen sagten Lauryn Hill und Elvis Costello Konzerte in Israel ab. Die Rockband Radiohead hielt dagegen in diesem Jahr dem Druck von namhaften Künstlern wie Roger Waters und Ken Loach stand und weigerte sich, ein Konzert in Tel Aviv abzusagen.