Der italienische Startenor Andrea Bocelli hat in Pisa ein Stück aus Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto dargeboten - doch aller Augen waren auf dem Roboter-Dirigenten an seiner Seite. Der in der Schweiz gebaute Roboter "YuMi" schwenkte in einer Weltpremiere die Arme. Dirigent Andrea Colombini mit Roboter "YuMi"
Der italienische Startenor Andrea Bocelli hat in Pisa ein Stück aus Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto dargeboten - doch aller Augen waren auf dem Roboter-Dirigenten an seiner Seite. Der in der Schweiz gebaute Roboter "YuMi" schwenkte in einer Weltpremiere die Arme.
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Der italienische Startenor Andrea Bocelli hat in Pisa ein Stück aus Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto" dargeboten - doch alle Augen waren auf den Roboter-Dirigenten an seiner Seite gerichtet. Der in der Schweiz gebaute Roboter "YuMi" schwenkte in einer Weltpremiere im Opernhaus am Dienstagabend seine Arme, um die Philharmoniker von Lucca zu führen. Dabei ahmte er die Gesten des echten Dirigenten Andrea Colombini nach.

Der Roboter sei "extrem schwierig zu trainieren" gewesen, berichtete Colombini über die Vorbereitungen. Insgesamt habe es 17 Stunden Arbeit gekostet, bis "YuMi" sechs Minuten Musik dirigieren konnte. Neben dem Stück "La donna è mobile" aus Rigoletto hatte der Roboter zudem "O Mio Babbino Caro" von Giacomo Puccini einstudiert, das die Sopranistin Maria Luigia Borsi sang.

Nicht nur wegen der aufwändigen Vorbereitung hat der Einsatz von "YuMi" enge Grenzen: Der Roboter aus dem Hause ABB kann nicht improvisieren oder mit den Musikern interagieren. "Es ist unmöglich, dass er die Empfindsamkeit und Gefühle eines Dirigenten ersetzt, denn ein Roboter hat keine Seele", sagte Colombini. "Es ist nur ein Arm, kein Hirn, kein Herz."