Mit einem Auftritt in einer antiken Stätte am Toten Meer will der französische Elektronikmusiker Jean-Michel Jarre auf die drohende Austrocknung des Sees im Nahen Osten aufmerksam machen. Jean-Michel Jarre
Mit einem Auftritt in einer antiken Stätte am Toten Meer will der französische Elektronikmusiker Jean-Michel Jarre auf die drohende Austrocknung des Sees im Nahen Osten aufmerksam machen.
© 2017 AFP

Mit einem Auftritt in einer antiken Stätte am Toten Meer will der französische Elektronikmusiker Jean-Michel Jarre auf die drohende Austrocknung des Sees im Nahen Osten aufmerksam machen. Der Künstler bestätigte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, dass er am 6. April in der in Israel gelegenen Festung Masada ein großes Konzert gibt.

Er wolle auf die "Dringlichkeit" aufmerksam machen, "das Tote Meer zu retten", sagte Jarre. Das Konzert werde einen "festlichen" Charakter haben, aber gleichzeitig "zu einer wichtigen Sache beitragen".

Der extrem salzhaltige See liegt zwischen Israel, dem Westjordanland und Jordanien. Der Pegel des Gewässers sinkt um mehr als einen Meter pro Jahr, Experten zufolge könnte das Tote Meer bis zum Jahr 2050 vollständig ausgetrocknet sein. Begonnen hat die schleichende Katastrophe 1960, als Israel, Jordanien und Syrien anfingen, das Wasser des Flusses Jordan, der wichtigsten Wasserquelle in der Region, umzuleiten.

Die Zitadelle Masada wurde im ersten Jahrhundert vor Christus von König Herodes auf einem Felsen am Toten Meer errichtet. Seit 2002 gehört sie zum Weltkulturerbe. Jarre, der auch UN-Sonderbotschafter ist, versprach ein "einmaliges" Konzert an einem besonderen Ort. Ihm sei vor allem wichtig, "dass die Welt versteht, dass das Problem des Toten Meeres nicht nur die Menschen in der Region betrifft, sondern die Menschheit".

Das achtstündige Spektakel kann live über eine App verfolgt werden. Wer vor Ort dabei sein will, muss zwischen 130 und 777 Euro Eintritt zahlen.