In Sierra Leone haben Bergarbeiter einen riesigen Diamanten ausgegraben. Der 476 Karat (95,3 Gramm) schwere Diamant sei in der Provinz Kono entdeckt worden, erklärte der Chef der Nationalen Mineralbehörde, Sahr Wonday. Blutdiamanten finanzierten Bürgerkrieg in Sierra Leone
In Sierra Leone haben Bergarbeiter einen riesigen Diamanten ausgegraben. Der 476 Karat (95,3 Gramm) schwere Diamant sei in der Provinz Kono entdeckt worden, erklärte der Chef der Nationalen Mineralbehörde, Sahr Wonday.
© 2017 AFP

In Sierra Leone ist abermals ein riesiger Diamant ausgegraben worden. Ein Minen-Unternehmen habe den 476 Karat (95,3 Gramm) schweren Stein am Samstag in der Provinz Kono entdeckt, sagte der Chef der Nationalen Mineralienbehörde, Sahr Wonday, der Nachrichtenagentur AFP. Ersten Einschätzungen zufolge wurden in der Vergangenheit nur 28 noch größere Diamanten gefunden. Der Wert des jüngsten Fundes konnte auf Anhieb noch nicht beziffert werden.

Die Regierung des westafrikanischen Landes erlaubte dem Schürf-Unternehmen Meya den Export des Steins, um ihn im Ausland versteigern zu lassen. Behördenchef Wonday bewertete den Fund als "beachtlichen Hinweis auf das Potenzial der Bodenschätze" in der Region.

Erst im März war in derselben Provinz ein noch größerer Diamant ausgegraben worden: Der 709-Karat-Stein war der größte derartige Fund seit Jahrzehnten, insgesamt könnte er unter den größten zehn bis 15 jemals gefundenen Diamanten rangieren.

Eigentlich sollte er dann im Mai bei einer Versteigerung im Land an einen Käufer gebracht werden; das Höchstgebot von 7,7 Millionen Dollar (6,5 Millionen Euro) war der Regierung in Freetown allerdings zu wenig. Im Dezember soll er daher in New York versteigert werden.

Die westafrikanische Republik Sierra Leone ist reich an Diamanten, wobei die wertvollen Steine nicht immer ein Segen für das Land waren: In den 90er Jahren finanzierte der illegale Verkauf dieser Diamanten - der so genannten Blutdiamanten - den Bürgerkrieg in Sierra Leone.