Der spanische Politiker Manuel Marin, der als "Vater" des Erasmus-Programms für europäische Studenten gilt, ist tot. Er sei in Madrid nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren gestorben, teilte die Iberdrola-Stiftung mit. Manuel Marin
Der spanische Politiker Manuel Marin, der als "Vater" des Erasmus-Programms für europäische Studenten gilt, ist tot. Er sei in Madrid nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren gestorben, teilte die Iberdrola-Stiftung mit.
© 2017 AFP

Der spanische Politiker Manuel Marin, der als "Vater" des Erasmus-Programms für europäische Studenten gilt, ist tot. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren in Madrid, wie die Iberdrola-Stiftung, dessen Vorsitz Marin seit 2008 innehatte, am Montag mitteilte. Spanische Medien berichteten von einem Krebsleiden.

Marin war maßgeblich an Verhandlungen über den Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft im Jahr 1986 beteiligt. Danach bekleidete er mehrere wichtige Posten in der späteren EU-Kommission, unter anderem als Bildungskommissar und Vize-Kommissionspräsident. Unter seiner Aufsicht rief die Europäische Gemeinschaft 1987 das Erasmus-Programm ins Leben, das den Teilnehmern über Stipendien Studienaufenthalte im europäischen Ausland ermöglicht.

Bis heute haben rund neun Millionen Menschen von dem Austauschprogramm profitiert. Benannt ist es nach dem niederländischen Gelehrten Erasmus von Rotterdam, der im 15. und 16. Jahrhundert in vielen Städten Europas seine Lehren verbreitete.