Mittwoch, 18. Januar 2017 |

 

20.02.2015 16:19 Uhr | x gelesen
    Drucken Text vergrößern

Wer holt sich den Goldjungen?


Bild: Wer holt sich den Goldjungen?.  Los Angeles (DK) Es ist die wichtigste Auszeichnung, die ein Filmschaffender in seiner Karriere erhalten kann: Wer einen Oscar hat, ist im Film-Olymp angekommen. Am Sonntag wird der Filmpreis nun zum 87. Mal in Los Angeles verliehen - und ganz Hollywood fiebert auf diesen Moment hin. Wir wagen nun eine Prognose: Wer darf mit einem Oscar nach Hause gehen?

Los Angeles (DK) Es ist die wichtigste Auszeichnung, die ein Filmschaffender in seiner Karriere erhalten kann: Wer einen Oscar hat, ist im Film-Olymp angekommen. Am Sonntag wird der Filmpreis nun zum 87. Mal in Los Angeles verliehen - und ganz Hollywood fiebert auf diesen Moment hin. Wir wagen nun eine Prognose: Wer darf mit einem Oscar nach Hause gehen?


"Birdman" - Globe-Favorit
Bild: 20th Century Fox (20th Century Fox) Favorit auf den Oscar ist die Satire "Birdman".
Große Chancen auf eine der Trophäen kann sich „Birdman“ ausrechnen. Die Satire nimmt das Hollywoodbusiness auf die Schippe und zitiert die Filmgeschichte rauf und runter. Zudem reizt der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu die narrativen Möglichkeiten des Mediums Film bis an seine Grenzen aus: „Birdman“ kommt ohne sichtbare Schnitte aus und arbeitet mit extrem langen Einstellungen – was den Film für ein Publikum, das auf reine Unterhaltung aus ist, schwer zugänglich macht.

Dennoch scheint es so, als könnte nur der ehemalige Geheimtipp „Boyhood“, der bei den Golden Globes abräumte, „Birdman“ einen Strich durch die Rechnung machen. Ist das nicht der Fall, werden die Macher der Satire wohl mit Oscars für den besten Film sowie die beste Regie nach Hause gehen. Dazu gesellen könnte sich ein Oscar für den besten Hauptdarsteller. Denn Michael Keaton ist die Rolle des ehemaligen Superhelden-Darstellers Riggan Thomson, der in „Birdman“ sein Comeback am Broadway startet, wie auf den Leib geschneidert. Keaton flatterte selbst 1989 als Batman über die Leinwände, bekam danach kaum Aufträge.

Abspenstig gemacht werden könnte ihm der Oscar von Eddie Redmayne. Der Brite spielt in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ den Astrophysiker Stephen Hawking. Mit Bravour zeigt er, wie Hawkings körperlicher Verfall einsetzt: Die Tasse rutscht aus den zittrigen Fingern, die Beine wollen ihn nicht mehr über die Straße tragen. Zwar spielen auch die anderen Nominierten der Kategorie stark, es sieht aber nach einem Duell zwischen Redmayne und Keaton aus.



Was die beste weibliche Hauptdarstellerin angeht, ist die Sache klarer: Aussichtsreichste Kandidatin ist Julianne Moore. Die 54-Jährige war bereits fünfmal nominiert, erhielt die Auszeichnung bisher aber nie. Für ihre bewegende Rolle als Professorin, die in „Still Alice“ gegen ihre Alzheimer-Erkrankung kämpft, stehen Moores Chancen sehr gut. Einen Golden Globe hat sie bereits in der Tasche. In Sachen Nebenrollen-Oscar könnte Favorit „Birdman“ weiter abräumen. Bei den Frauen wird sich wohl Emma Stone einen Goldjungen abholen dürfen: Trotz starker Besetzung sticht ihre Figur in der Satire hervor – ganz im Gegensatz zu den anderen nominierten Nebendarstellerinnen.

Stones Co-Darsteller Edward Norton ist beim Rennen um den besten männlichen Nebendarsteller ebenfalls vorne dabei. Allerdings hat er stärkere Konkurrenz: Auch Ethan Hawke („Boyhood“) und J.K. Simmons („Whiplash“) haben laut Kritikern gute Chancen. Verdient hätte es Simmons am meisten. Er spielt die Rolle eines soziopathischen Jazzlehrers derart eindrucksvoll, dass die eigentliche Hauptfigur des Filmes in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Oscarverleihung wird live von Pro Sieben übertragen. Die Verleihung beginnt nach deutscher Zeit am Montag, 23. Februar, gegen 1.30 Uhr.
 

Der Autorin auf Twitter folgen: @jiswriting
 


Jessica Roch
 
Mehr zum Thema

 
Drucken  Drucken Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

PDF speichern  PDF speichern  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingelogged sein!
Benutzername  
Passwort      
Noch keinen Zugang?
Jetzt kostenlos registrieren!
Anmeldung über Cookie merken