Noch erfolgreicher sei man lediglich 2013 gewesen, als insgesamt 8000 Besucher die Konzerte besuchten. Weil damals allein 3000 Musikfans Xavier Naidoo in der Saturn-Arena hören wollten, wären die Einnahmen „etwas höher“ gewesen – die Ausgaben aber auch, sodass Köhler in diesem Jahr „unterm Strich von den erfolgreichsten Jazztagen“ spricht.
 
Jazz in den Kneipen
Jazz im Diagonal.
Claus Woelke
Insgesamt waren elf Veranstaltungen ausverkauft, darunter alle drei Highlights mit Jan Delay, Melody Gardot und Zaz. Auch bei „Jazz in den Kneipen“ blieben nur wenige Karten übrig. Die Ausgaben hätten sich im Vergleich zum Vorjahr „nicht wesentlich verändert“, sagt Köhler. Bei den Einnahmen hätte man sogar einen Überschuss von rund 90 000 Euro erzielt. „Das tut unserem Stadtsäckel sehr gut in diesen Zeiten“. Im Dezember falle im Stadtrat die Entscheidung über die Höhe der Haushaltssperre 2016, aber es hätte bereits Verhandlungen zwischen dem Kulturamt und der Kämmerei gegeben. Eine Anhebung der Haushaltssperre auf 15 Prozent hätte ein geringeres Budget für die nächsten Jazztage zur Folge. „Aber wir werden auch mit diesem Budget ein Programm auf die Beine stellen, das einen großen Zuspruch finden wird“, sagt Köhler. Sein Dank gilt vor allem „dem guten Gespür Jan Rottaus“, der die Jazztage zum 20. Mal leitete.

Jan Delay
Jan Delay verwandelte den Ingolstädter Festsaal in ein Tollhaus - mit dementsprechenden Temperaturen.
Claus Woelke
Es wäre für alle Altersschichten etwas dabei gewesen. Angesprochen auf Musiker, die man nicht unbedingt dem Jazz-Genre zurechnet, sagt Köhler: „Man kann heute nicht mehr nur reinen Jazz anbieten. Es ist ganz gut, dass wir hier in der Bandbreite etwas streuen. Wir haben ja die Jazzpartys, wo – meistens – noch richtiger Jazz gespielt wird.“

Eine Beschwerde hätte es dann doch gegeben, erzählt Köhler. Bei Jan Delay sei es einigen im Festsaal zu warm geworden. „Aber wenn das unser einziges Problem ist, können wir zufrieden sein.“