Preis der deutschen Schallplattenkritik
Aus der Hand von DK-Kulturkritiker Karl Leitner (rechts) erhielten Dr. Will (links) und San2 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Claus Woelke
Die beiden Musiker erhielten aus der Hand von DONAUKURIER-Kulturkritiker Karl Leitner den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ im Bereich Blues für das gemeinsam eingespielte Album „Cuffs Off“.

In der Laudatio heißt es, dass sich Dr. Will schon vor Jahren mit dem New-Orleans-Virus infiziert und dass dieser Bazillus bei den Aufnahmen zu dem prämierten Album seine Wirkung auf ganz besondere Weise entfaltet hätte. Der Longplayer sei ein „großer Wurf“. San2 und Dr. Will arbeiten seit gut einem Jahrzehnt häufig zusammen und laden sich immer wieder gegenseitig zu ihren Konzerten ein.
Fotostrecke: San2 & Soulpatrol feat. Dr. Will

 

Neues Album mit namhaften Produzenten


San2 präsentierte neben den bereits bekannten Soul- und Bluesnummern neues Material. Ab kommender Woche gehen er und seine Musiker in die Mastermix-Studios in Unterföhring, eine Woche darauf folgen die Gesangs- und Bläseraufnahmen in London. Als Produzenten stehen in München Jan Krause und in London Geoff Gascoyne bereit. Der 51-Jährige gilt unter Kennern als Hochkaräter. Er zupfte den Bass bei Everything But The Girl („Missing“ war ein Nummer-eins-Hit), arbeitete mit Van Morrison und Lisa Stansfield (Welthit 1989 mit „All Around The World“). Vor allem aber gilt er als Entdecker von Jamie Cullum. An dessen ersten beiden, 2003 veröffentlichten Erfolgsalben „Pointless Nostalgic“ und „Twentysomething“ war er maßgeblich beteiligt. Cullum bezeichnete ihn einst als seinen „musikalischen Papa“. Sieben Jahre lang tourte Gascoyne mit dem Piano-Irrwisch aus Essex und gilt nach wie vor als der wohl gefragteste Kontrabassist der Insel.
 
San2 & Soul Patrol
Einmal mehr in großer Form: San2 bei seinem Auftritt mit der Soul Patrol in der Neuen Welt.
Claus Woelke
„Hold On To Me“, eine Nummer aus dem bislang noch namenlosen Longplayer, klang in der Neuen Welt bereits vielversprechend. „Auf die neuen Songs haben wir mit die beste Resonanz bekommen“, sagt Daniel Gall am Tag nach dem Konzert. Das neue Album seiner Soul Patrol soll ab März 2016 im Handel sein und wird bis auf eine Coverversion ausschließlich selbstgeschriebene Nummern von Geoff Gascoyne, Bassist Dominik Palmer (früher bei Eisbrecher und Claudia Koreck) und Gall enthalten. Der 36-jährige, in München lebende Musiker, spricht im Vorfeld selbstbewusst von seiner „mit Abstand besten Platte“.