Von: Bis in die frühen Morgenstunden
Nach dem Mitternachts-Snack folgt auf den Jazzpartys ein alljährliches Ritual: Die ausdauerndsten Zuhörer lassen das Festival bei der Jam-Session der Late Night Musicians ausklingen. - Foto: Woelke
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Inzwischen sind nur noch die ausdauerndsten Zuhörer da. Unter ihnen auch nur noch die Damen in den flachen Schuhen. Die wenigen Verbliebenen mit hohen Hacken sitzen hingegen auf der Bank an der hinteren Wand. Man plaudert, manche dösen. Und mitten in dieser spätabendlichen Atmosphäre ersteht der Jazz noch einmal neu.

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Auf der Bühne drängen sich die Musiker. An der Seite des Ingolstädter Percussionisten Charly Böck spielen Roland Guerin, Ashlin Parker, Chris Adkins, John Jones, Omri Abramov, Guy Shkolnik und Olivia Trummer. Manche von ihnen kommen jedes Jahr aus New Orleans oder Louisiana, um an drei Abenden zu jammen.

Auf der offenen Bühne sind oft schon Stars der Jazztage mit eingestiegen - manchmal nimmt die Session gegen vier Uhr morgens noch einmal Fahrt auf. Das Gefühl der letzten Jazzparty sei, wie wenn man am Ende eines langen Urlaubs bald nach Hause fahren muss, sagt Charly Böck. Bevor das Festival endet, spielt der Percussionist aber noch einmal bis in die frühen Morgenstunden.