Es beginnt für Miguel mit einem freien Abend – seine Eltern sind auf der Party eines Arbeitskollegen eingeladen. Das heißt „sturmfrei“ bis Mitternacht und beim Sonntagsfrühstück wohlbehalten am Tisch sitzen. Und so ist der 15-Jährige mit seinen Schulfreunden unterwegs. Denen fällt nichts Besseres ein als eine kleine Mutprobe: Miguel soll, als Mädchen verkleidet, zunächst nur ein paar Bierdosen an der Tankstelle kaufen. Doch dann geht es noch ab in die nächstbeste Disco. So weit, so lustig und harmlos.

Wenn da nicht Henning wäre, „der Hengst“, älter, mit Führerschein und den Autos seines Vaters im Vorteil gegenüber den Mädchen aus Miguels Klasse. Doch als er Miguel in dessen Rolle als Miguela anmacht, kommen die Teenager darauf, dass Henning mit selbst gedrehten Videos seine Kurzfreundinnen erpresst. Gut, dass Flo und die anderen ihr Versprechen halten, Miguel aus gefährlichen Situationen herauszuholen. Am Ende ist damit auch den Mädchen geholfen.

Nils Mohl hat schon in den anderen Bänden seiner Stadtrand-Trilogie über Teenager bewiesen, dass er ganz nah an deren Leben ist, den Ton trifft und den Finger in Wunden legt, ohne oberlehrerhaft zu sein.