Ingolstadt: Von musikalischer Wärme durchflutet
Künstlerin mit ganz eigener Klangfarbe: Claudia Koreck gastiert in Ingostadt. - Foto: Knobloch
Ingolstadt

Damit wickelt sie die Zuhörer musikalisch und menschlich seit mittlerweile zehn Jahren und sechs Studioalben um ihre Finger. Somit dient die Tour neben der Vorstellung der neuen Platte dem Feiern ihres Bühnenjubiläums.

"Holodeck" ist ein Doppelalbum mit je neun Songs, einmal auf Bairisch und einmal auf Englisch eingespielt. Damit will die 31-jährige Traunsteinerin den internationalen Markt erobern. Mit Andreas Bauer am E-Bass, Luke Cyrus Goetze an den Gitarren, Oscar Kraus am Schlagzeug und ihrem Mann Gunnar Graewert an diversen Tasteninstrumenten und Ukulele hat Claudia Koreck die perfekte Band gefunden, welche ihre Songs kraftvoll und einfühlsam umsetzt. Dazu ist der Sound so wunderbar abgemischt, dass jedes Wort zu verstehen ist und dennoch die Energie zu 100 Prozent ankommt. Claudia Koreck besitzt wahrlich eine ganz besondere Ausstrahlung - da kann es draußen noch so novemberlich sein: Die Eventhalle ist von musikalischer Wärme und wohltuenden Klängen durchflutet. Ihre aktuellen Songs handeln von Hoffnung und Veränderung, von der Liebe zur Freiheit ("Neuer Mensch") und unserer schönen, zerbrechlichen Welt ("I Got Hope"). Hinterlegt von einer visuellen Show erstrahlen neben weiteren neuen Songs wie "Hallabrooklyn" oder "Neuer Mensch" ältere Ohrwürmer wie "Schuah aus" oder "I mog de Dog" in neuem Glanz.

Claudia Koreck beweist einmal mehr, dass sie von "volle Röhre" bis "leise Töne" eine tolle stimmliche Range mit einer ganz besonderen Klangfarbe besitzt. Welche Sprache es auch immer ist, ihre Musik geht melodisch wie textlich direkt ins Herz. Und selbst wenn man dazu neigt, sie bei einigen Nummern mit anderen Künstlern vergleichen zu wollen - sie ist und bleibt unverkennbar Claudia Koreck. Natürlich dürfen sowohl ihr erster Hit "Fliagn" sowie die derzeit häufig im Rundfunk zu hörende Single-Auskoppelung "Paper Aeroplane" nicht fehlen. Als Zugabe rockt die Band mit "Nutbush City Limits" und groovt bei "Something Like Olivia", einem Cover von John Mayer, dessen Musiker sie in Los Angeles bei den Aufnahmen der neuen Platte begleitet haben. So schließt sich der Kreis eines insgesamt runden Abends, und das Publikum geht nach satten zwei Stunden Ohrenschmaus mehr als zufrieden nach Hause.

Claudia Koreck stellte in Ingolstadt auch ihre "Kinderplatte" vor - und tanzte mit dem Publikum: Mutmach-Geschichten zum Mitsingen.