Hier geht es um Abofallen, die sich meist als einfache Werbeeinblendungen tarnen. Durch Klicken auf Werbebanner in manchen Apps gelangt man auf eine sogenannte WAP-Seite, die es fremden Anbietern ermöglicht, die Handynummer herauszufinden und dem Benutzer ein Abo unterzujubeln. All das geschieht sehr unauffällig, sodass manden Betrug erst durch seine überteuerte Rechnung bemerkt. Das nennt man WAP-Billing. WAP-Billing ist ein sehr umstrittenes Thema. Es ist fraglich, ob ein unvorsichtiger Klick ausreicht, um einen Vertrag abzuschließen. Eine endgültige Klärung gibt es bisher nicht.
 
Vor diesen Abofallen und damit vor unerwarteten Kosten kann man sich durch eine Drittanbietersperre schützen. Der Drittanbieter ist in diesem Fall der Anbieter des ungewollten Abos. Die Sperrung erreicht man durch einen Anruf bei seinem Mobilfunkanbieter oder einen entsprechenden Brief an diesen (eine Vorlage für ein solches Schreiben findet man auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Niedersachsen).
 
Im Betriebssystem iOS kann man als Werbung getarnte Abofallen mit Werbeblocker-Apps (zum Beispiel AdBlocker) entgegenwirken. Für Android gibt es leider nichts Entsprechendes.  
 
Zum Autor: Manfred Liesaus ist Bereichsleiter für Jugendarbeit und Prävention am Pfaffenhofener Landratsamt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Problemen und Gefahren rund um Computer, Handy und Internet. Er ist unter Manfred.Liesaus@landratsamt-paf.de oder unter der Nummer (0 84 41) 2 72 37 erreichbar.