Im ersten Abschnitt unserer Serie "Smartphone - aber sicher!" haben wir uns mit allgemeinen Sicherheitsaspekten befasst. Im zweiten Themenblock geht es nun speziell um Apps.

Apps (englische Kurzform für Applications) sind spezielle Programme für Smartphones, die direkt auf das Gerät installiert werden können. Damit ist eine Anwendungssoftware gemeint, also ein ausführbares Programm, das eine mehr oder minder nützliche Funktion erfüllt. Dadurch wird der Funktionsumfang eines Handys erweitert. Mehr als 2,5 Millionen Apps gibt es mittlerweile auf dem Markt. Es gibt kostenpflichtige und kostenlose Angebote. Viele Apps erleichtern oder erheitern unser Leben. Nachrichtendienste, Fahr-planauskünfte, Lexika, Wetterinfos, Spiele, Soziale Netzwerke, Rezept-Datenbanken, Währungsrechner, Wecker, Navigation, Kontaktbörsen - die Bandbreite ist mittlerweile unüberschaubar. Apps lassen sich in der Regel leicht bedienen, wodurch sie auch kleineren Kindern schon die Benutzung des Smartphones ermöglichen. Nach der KIM-Studie 2014 installieren sich 26 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen Apps selbstständig auf ihr Gerät.

Die Entwicklung und Pflege einer App kostet viel Geld. Die Entwicklungskosten liegen bei etwa 700 Euro bis zu einer halben Million. Eine Stoppuhr-App liegt bei rund 16 000 Euro, Spiele bei 80 000 Euro. Manche Hersteller verlangen daher Geld für den Download einer App. Die Preise bewegen sich zwischen 68 Cent und 69,99 Euro, wobei sich die Mehrheit der Apps im unteren Preisbereich bewegt.

 

Zum Autor: Manfred Liesaus ist Bereichsleiter für Jugendarbeit und Prävention am Landratsamt.