Montag, 29. August 2016 |

 

08.02.2016 18:35 Uhr | x gelesen
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Kreativ gegen Extremismus im Netz


Bild: Kreativ gegen Extremismus im Netz.  Ingolstadt (dk) Der zweite Tag der zweiten Woche des zweiten Monats gehört der Intersicherheit. Und zwar seit 2008. Seitdem findet jedes Jahr der \

Ingolstadt (dk) Der zweite Tag der zweiten Woche des zweiten Monats gehört der Intersicherheit. Und zwar seit 2008. Seitdem findet jedes Jahr der "Safer Internet Day" satt. Am 9. Februar 2016 steht der Aktionstag unter dem Motto "Play your part for a better Internet". Frei übersetzt heißt das: Trage deinen Teil zu einem besseren Internet bei. Bundesweit gibt es viele Projekte. In Bayern vor allem in München und Nürnberg.


Viele jugendliche Smartphone-Nutzer leiden laut einer Studie unter Kommunikationsstress und Gruppenzwang. Dennoch können viele nicht vom Handy lassen - auch aus Angst, etwas zu verpassen und ausgeschlossen zu werden. Ständige Handynutzung kann stressen
Bild: © 2015 AFP Beim "Safer Internet Day" geht es darum, Kinder und Jugendliche für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren. Bundesweit gibt es viele Aktionen.
Extrem lustig, extrem mutig, extrem überraschend. Im Internet gibt es extrem viel zu entdecken. Wer sich im Netz bewegt, stößt aber nicht nur auf Positives. Während Cybermobbing und Gewaltvideos schon länger ein Dorn im Auge von Kämpfern für die Internetsicherheit - vor allem für Kinder und Jugendliche - sind, haben sich gerade rund um die Asyldebatte neue Tendenzen entwickelt. Ausländerfeindlichkeit, Hassbotschaften, rechtpolitisch orientierte Onlineaktivitäten überfluten soziale Netzwerke wie etwa Facebook. Auch das ist extrem.

 

Ein Team von Studierenden der Hochschule Ansbach hat mehrere Videospots zum Motto "Jedes Wort ein Treffer. Stoppt Hassbotschaften!" produziert. In den Clips geht es um Diskriminierung. Von Ausländern, von Homosexuellen, von Menschen, die man nicht mag, weil sie anders sind als man selbst. Das Smartphone wird zur Waffe. Die Nachricht ist dazu gedacht, zu verletzen.
 

 

Bei der EU-Initiative klicksafe.de, die heuer die Koordination der Projekte in Deutschland übernimmt, dreht sich alles rund um das Thema "Extrem im Netz". Eine multimediale Aktionsseite mit Videos, Interviews von jungen Menschen und Experten informiert über Sexting, Cybermobbing, politischen Extremismus - und erklärt dabei, welche Regeln im Internet gelten oder wann man einen Beitrag melden sollte.

 

Nicht virtuell, sondern ganz real ist das Veranstaltungsformat, das sich Digitalcourage - eine Datenschutz- und Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Bielefeld - ausgedacht hat: "Lesen gegen Überwachung". In 20 Städten gibt es diese Lesungen, auch in München.

Einen Gastbeitrag von Bundesjustizminister Heiko Maas gibt es hier.


Von Kathrin Schmied

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