Amazon treibt den Ausbau von Paket-Schließfächern, an denen Kunden ihre Bestellungen selbst abholen können, weiter voran. Die Abholstationen soll es bis Ende des Jahres an 200 Shell-Tankstellen sowie in einzelnen O2-Filialen geben. Smartphone-App des Onlinehändlers Amazon
Amazon treibt den Ausbau von Paket-Schließfächern, an denen Kunden ihre Bestellungen selbst abholen können, weiter voran. Die Abholstationen soll es bis Ende des Jahres an 200 Shell-Tankstellen sowie in einzelnen O2-Filialen geben.
© 2017 AFP

Der US-Internetkonzern Amazon treibt den Ausbau von Paket-Schließfächern für seine Kunden in Deutschland weiter voran. Die "Amazon Locker" genannten Abholstationen soll es bis Ende des Jahres an 200 Shell-Tankstellen sowie in einzelnen Filialen der Mobilfunkmarke O2 von Telefónica Deutschland geben, wie die Unternehmen am Donnerstag in Berlin ankündigten.

Mit den Selbstbedienungsschließfächern will der Online-Versandhändler seinen Kunden eine "weitere komfortable Lieferoption" geben. Sie können beim Einkauf bei Amazon über eine Postleitzahlensuche eine Abholstation auswählen. Sobald die Sendung dort eintrifft, erhalten sie eine E-Mail mit einem Zugangscode, mit dem das Schließfach geöffnet werden kann. Innerhalb von drei Werktagen muss die Sendung abgeholt sein, sonst geht sie zurück an Amazon.

Abholstationen gib es Amazon zufolge unter anderem in München, Augsburg, Berlin, Hamburg und "zahlreichen Städten" in Nordrhein Westfalen, darunter Köln, Düsseldorf, Essen, Dortmund, Duisburg und Wuppertal. Gleichwohl sei dies "nur ein erster Schritt", sagte Amazon-Manager Sam Nicols.

Der Tankstellenbetreiber Shell testet die Schließfächer bereits seit vergangenem Juli und will sie nun deutschlandweit aufstellen. Bis Ende des Jahres soll es die Abholstationen an mehr als 200 der insgesamt 2000 Shell-Stationen geben. Telefónica Deutschland testet die Abholstationen zunächst in O2-Shops in Berlin und München.