Die islamistische Anschlagsserie in Frankreich zeigt nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch die Notwendigkeit, den Kampf gegen terroristische Aktivitäten im Internet zu verstärken.in de Maizière sieht Handlungsbedarf bei Thema "Terror im Netz"
Die islamistische Anschlagsserie in Frankreich zeigt nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch die Notwendigkeit, den Kampf gegen terroristische Aktivitäten im Internet zu verstärken.in
© 2015 AFP

Die islamistische Anschlagsserie in Frankreich zeigt nach Einschätzung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch die Notwendigkeit, den Kampf gegen terroristische Aktivitäten im Internet zu verstärken. Es gebe einen "akuten Handlungsbedarf" bei terroristischen Bestrebungen auch in der "virtuellen Welt", sagte de Maizière bei der Eröffnung des Internationalen Forums für Cybersicherheit im nordfranzösischen Lille.

Das Internet sei ein "Ort der Freiheit, des Handels und der persönlichen Entfaltung", sagte de Maizière. "Damit das so bleibt und nicht für kriminelle und terroristische Zwecke missbraucht wird, muss das Internet genauso geschützt werden wie unsere übrigen Errungenschaften." In Deutschland und auf EU-Ebene sei in diese Richtung bereits viel geschehen; es gebe aber "noch viel zu tun", sagte der Innenminister.

Unter anderem müssten die deutschen Sicherheitsbehörden "befugt und in der Lage sein, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln oder zu umgehen, wenn dies für ihre Arbeit zum Schutz der Bevölkerung notwendig ist", sagte de Maizière. "Effektive Ermittlungen zur Strafverfolgung müssen auch im Cyberraum möglich sein."

De Maizière besuchte das Forum für Cybersicherheit zusammen mit seinem französischen Kollegen Bernard Cazeneuve. Dieser hatte am Vorabend gesagt, nach der Anschlagsserie im Großraum Paris mit 17 Todesopfern habe es in Frankreich mehr als 1300 Cyberangriffe gegeben, zu denen sich "islamistische Organisationen" bekannt hätten.