Was ist der "Black Friday"?

Black Friday shoppers in New York
Überall sieht man in diesen Tagen die Werbung für den "Black Friday".
Alba Vigaray (EPA)
Ingolstadt
Das Konzept des "Black Friday" stammt aus den Vereinigten Staaten. Dort folgt "Black Friday" direkt auf den Festtag Thanksgiving, der meist auf den vierten Donnerstag im November fällt. Der Freitag nach Thanksgiving wird meist als Brückentag genutzt und leitet das lange Wochenende im Kreise der Familie ein. Vor über 50 Jahren, im Jahr 1961, hatten Einzelhändler in Philadelphia die Idee, die Familien aus ihren trauten Heimen heraus und in die Geschäfte hinein zu locken. Dafür versprachen sie ihren Kunden satte Rabatte und besondere Aktionen.

Der Plan ging auf und mehr und mehr Städte schlossen sich diesem Konzept an. Mittlerweile ist der "Black Friday" in den ganzen USA verbreitet. Vor vielen Geschäften harren in den frühen Morgenstunden Menschenmassen aus, um direkt zur Ladenöffnung hineinzustürmen und kein Schnäppchen zu verpassen.
 

Woher kommt der Begriff "Black Friday"?

Ganz gesichert ist es nicht, woher der Begriff "Black Friday" stammen soll. Die eine Theorie besagt, dass selbst Händler, die sonst nur rote Zahlen schreiben, an diesem Tag schwarze Zahlen erzielen. Das würde auch zu der Legende passen, dass die Händler an diesem Tag vom Geld zählen schwarze Hände bekommen.  

Eine andere Interpretation ist, dass die vielen Menschen, die sich schon vor Ladenöffnung vor den Geschäften sammeln, wie eine große schwarze Masse aussehen. 

Übrigens: Die Begrifflichkeit "Black Friday" sollte man nicht mit dem "Black Thursday" verwechseln. Diese bezeichnet den Tag des Börsencrashs in den Vereinigten Staaten im Oktober 1929. In Deutschland wurde dieser tatsächlich als "Schwarzer Freitag" bezeichnet - dies liegt aber nur daran, weil es aufgrund der Zeitverschiebung zu diesem Zeitpunkt in Deutschland schon Freitag war. 

 

Seit wann gibt es den "Black Friday" in Deutschland?

Black-Friday.de erwirkt einstweilige Verfügung
In den USA ist der "Black Friday" ein Pflichttermin für jeden Schnäppchenjäger. Gilt das bald auch für Deutschland?
Black-Friday.de
Ingolstadt
Zum ersten Mal fand der "Black Friday" im Jahr 2006 in Deutschland statt. Initiator war das amerikanische Technologieunternehmen Apple, das damals auch in seinen deutschen Apple Stores reduzierte Produkte anbot.

Schnell erkannten auch andere Unternehmen, dass diese Strategie gut funktioniert. Mittlerweile ist der "Black Friday" vor allem in deutschen Online-Shops weit verbreitet. Auch heuer kündigen schon viele Geschäfte ihre großen Rabattaktionen am Freitag an. 
 

"Black Friday" offline, "Cyber Monday" online

Der Begriff "Cyber Monday" wurde 2005 von Amazon eingeführt. Er gilt als Antwort der Online-Händler auf die Verkaufsaktion "Black Friday" in den Geschäften vor Ort. In den USA findet in den Online-Shops daher größtenteils "Cyber Monday"-Aktionen statt, während die Geschäfte in den Städten mit "Black Friday"-Rabatten werben.

In Deutschland haben sich die Begrifflichkeiten jedoch vermischt. In den Online-Shops ist sowohl vom "Cyber Monday" als auch vom "Black Friday" die Rede. Amazon ist mittlerweile noch ein Stück weiter und bietet nicht mehr nur den simplen "Cyber Monday" am Montag an, sondern eine ganze "Cyber Monday"-Woche, in der es jeden Tag neue Rabatte gibt. 
 

Was kann man beim "Black Friday" ergattern?

Während beim "Cyber Monday" der Fokus vor allem auf Rabatten für Technik und Unterhaltungselektronik liegt, gibt es beim "Black Friday" vor allem Produkte, die sich gut verschenken lassen. Das liegt daran, dass der "Black Friday" unter anderem auch deswegen eingeführt wurde, um das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. 

Unter anderem gibt es diese Dinge oft reduziert:
  • Mode
  • Schmuck
  • Kosmetik
  • Sportartikel
  • Spielsachen
  • Möbel und Dekoration
  • Unterhaltungselektronik
 

"Black Friday": Geschäfte aus der Region beteiligt?

Ingolstadt: "Nachtaktive" Innenstadt
"Nachtaktiv" statt "Black Friday": In der Ingolstädter Innenstadt war im vergangenen Jahr beim Mitternachtsshopping viel los – in der Fußgängerzone, aber auch in den Nebenstraßen. Archivfoto: Hauser
Ingolstadt
"Im Westpark beteiligen sich mehrere Geschäfte am ,Black Friday'", sagt Daniel Rietenbach, der stellvertretende Center-Manager. "Sie werden besondere Angebote bereithalten." Insgesamt bieten 18 Shops spezielle Rabattaktionen am "Black Friday".

In der Innenstadt scheint es dagegen weniger Beteiligung am "Black Friday" zu geben. "An uns ist diesbezüglich nichts herangetragen worden", informiert Eva Priller, eine Mitarbeiterin des Eventmanagements im Stadtmarketing IN-City. "Ich gehe davon aus, dass die Einzelhändler nichts zum ,Black Friday' geplant haben, und sich eher auf unsere ,Nachtaktiv-Aktion' konzentrieren." Bei dieser Aktion handelt es sich um ein Mitternachtsshopping in der Ingolstädter Innenstadt. Die Geschäfte haben an diesem Tag bis 24 Uhr geöffnet, mehrere Musiker, DJs und Poetry Slammer treten auf. Und laut Priller ist auch mit einzelnen Rabattaktionen der Einzelhändler zu rechnen. 

Das Ingolstadt Village bietet keinen "Black Friday"-Verkauf. Stattdessen wirbt das Fabrikverkaufszentrum mit einem "Magical Weekend". Von Donnerstag bis Samstag gibt es jeden Tag in mehreren Geschäften Rabattaktionen bis zu 80 Prozent.  

Der Elektromarkt Saturn tut es dem Großhändler Amazon gleich und bietet unter dem Motto "Black Week" die ganze Woche über Rabatte an. Bei Media Markt gibt es eine eigene Aktion: Unter dem Motto "Red Sale" verkauft der Elektromarkt vom 23. November bis zum 27. November zahlreiche Technikprodukte in seinen Geschäften und im Online-Shop zu vergünstigten Preisen. Das Prinzip ist also das gleiche, nur der Name ist anders.