Der Messengerdienst WhatsApp soll wegen der Weitergabe von Daten seiner Nutzer an Facebook in Italien eine Strafe in Höhe von drei Millionen Euro zahlen. Änderung der Nutzungsbedingungen im August
Der Messengerdienst WhatsApp soll wegen der Weitergabe von Daten seiner Nutzer an Facebook in Italien eine Strafe in Höhe von drei Millionen Euro zahlen.
© 2017 AFP

Der Messengerdienst WhatsApp soll wegen der Weitergabe von Daten seiner Nutzer an Facebook in Italien eine Strafe in Höhe von drei Millionen Euro zahlen. Die italienische Wettbewerbsbehörde erklärte am Freitag, sie habe in der Sache seit Oktober ermittelt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass WhatsApp seine Nutzer quasi dazu gezwungen habe, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. WhatsApp habe sie glauben gemacht, anderenfalls könnten sie den Dienst nicht mehr nutzen.

Facebook hatte WhatsApp 2014 für damals 20 Milliarden Dollar gekauft. Die Internet-Unternehmen versicherten ursprünglich, Nutzerkonten nicht automatisch zu verknüpfen. Im August vergangenen Jahres änderte WhatsApp seine Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen aber so, dass Telefonnummer und Telefonbuchkontakte der eigenen Nutzer doch an Facebook weitergegeben werden können. Auch in Deutschland und in vielen anderen Ländern gab es heftige Kritik.