Donnerstag, 19. Januar 2017 |

 

20.12.2016 16:14 Uhr | x gelesen
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EU wirft Facebook irreführende Angaben zum Kauf von WhatsApp vor


Bild: EU wirft Facebook irreführende Angaben zum Kauf von WhatsApp vor.  Dem US-Internetkonzern Facebook droht eine Millionenstrafe in Europa. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, ihr zur Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp 2014 \

Dem US-Internetkonzern Facebook droht eine Millionenstrafe in Europa. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, ihr zur Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp 2014 "irreführende Informationen" gegeben zu haben, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Dabei geht es um Widersprüche zwischen damaligen Angaben und der in diesem Sommer angekündigten Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook. Der Konzern wies die Vorwürfe aus Brüssel zurück.


Dem US-Internetkonzern Facebook droht eine Millionenstrafe in Europa. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, ihr zur Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp 2014 "irreführende Informationen" gegeben zu haben, wie die Behörde mitteilte. Streit um Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook
Bild: © 2016 AFP Dem US-Internetkonzern Facebook droht eine Millionenstrafe in Europa. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, ihr zur Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp 2014 "irreführende Informationen" gegeben zu haben, wie die Behörde mitteilte.

Dem US-Internetkonzern Facebook droht eine Millionenstrafe in Europa. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, ihr zur Übernahme des Messengerdienstes WhatsApp 2014 "irreführende Informationen" gegeben zu haben, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Dabei geht es um Widersprüche zwischen damaligen Angaben und der in diesem Sommer angekündigten Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook. Der Konzern wies die Vorwürfe aus Brüssel zurück.

Während der Prüfung des Übernahmevorhabens hatte Facebook 2014 laut der Kommission angegeben, dass die Konten eines Nutzers bei Facebook und bei Whatsapp nicht automatisch miteinander verknüpft werden könnten. Ende August dieses Jahres erklärte der Konzern jedoch, dass Nutzerdaten von WhatsApp wie Telefonnummer und Telefonbuchkontakte an Facebook weitergereicht würden.

Die Daten sollen unter anderem genutzt werden, um dem jeweiligen Nutzer passende Werbung in Schwesterdiensten wie dem sozialen Netzwerk auf Facebook und dem Fotonetzwerk Instagram zu zeigen. Die Kommission ist der Ansicht, dass die technischen Voraussetzungen für einen solchen Datenaustausch bereits im Jahr 2014 gegeben waren.

Deswegen äußerte die Behörde nun den Verdacht, dass der Konzern ihr "absichtlich oder fahrlässig nicht korrekte oder irreführende Informationen" mitgeteilt habe. Das Unternehmen hat bis zum 31. Januar Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Sollte die Kommission ihren Verdacht erhärtet sehen, könnte sie eine Geldbuße bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Im vergangenen Jahr machte Facebook 17,9 Milliarden Dollar (17,1 Milliarden Euro) Umsatz, somit wäre eine dreistellige Millionenstrafe möglich.

Der Konzern zeigte sich in einer ersten Reaktion "zuversichtlich, dass eine vollständige Analyse der Fakten bestätigen wird, dass Facebook im guten Glauben gehandelt hat". Das Unternehmen habe "stets präzise Angaben" zu seinen Plänen und den technischen Möglichkeiten gemacht.

Nach Angaben der Kommission stellt das nun gestartete Verfahren ihre ursprüngliche Freigabe für die Übernahme von WhatsApp nicht in Frage. Facebook hatte den Messengerdienst für 22 Milliarden Dollar gekauft.

Die Datenweitergabe zwischen WhatsApp und Facebook hatte heftigen Protest von Verbrauchervertretern und Datenschützern hervorgerufen. Im November erklärte der Konzern, die umstrittene Praxis werde in Europa vorübergehend ausgesetzt.


Brüssel (AFP)

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