Aleks Lessmann, der Politische Geschäftsführer der Piratenpartei, verliest einen offenen Brief an Karl-Theodor zu Guttenberg:



Marcel-André Casasola Merkle spricht über die CSU und ihren Sprung in die "3D-Demokratie":




Fotostrecke: Piratiger Aschermittwoch
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Der Liveticker vom Vormittag zum Nachlesen:

12:18 Unterhaltsam war es bisher durchaus. Wirklich böse jedoch nicht. Mal schauen, was der Nachmittag bringt.

12:06 Auf gehts in die Mittagspause.
 
12:05 Fazit: "Europa braucht dringend mehr Piraten." Sachlich war die Rede teilweise nicht gedeckt und in sich auch nicht zwingend immer logisch. Aber absolut unterhaltsam. Die bisher beste Rede. Bitte mehr davon!
 
12:03 Er diagnostiziert einigen in der EU durchaus guten Willen, zum Beispiel was die Veröffentlichung von Gesetzen und Reden angeht. Es gebe sogar Livestreams. Doch wer wisse schon davon?
 
12:01 "So kann es nicht mehr weiter gehen." Man brauche ein Parlament, das seinen Name verdiene. Einen Europäischen Rat, der maximal so viel Kompetenzen habe wie der Bundesrat. Was da wohl Merkozy dazu sagen würde?
 
11:59 Nationale Regierungen hätten kein Interesse an einer starken EU. Man brauchen einen Platz, an den man unliebsame Kollegen abschieben könne.
 
11:57 Von den Treffen des Europäischen Rats bekomme man nichts mit. "Solche Transparenz-Feinde können mir gestohlen bleiben."
 
Alexander Bock
Tom Webel
11:54 Aha. Die Euro-Krise habe man sich absichtlich "angelacht", damit das europäische Parlament seine neuen Kompetenzen, verliehen durch den Vertrag von Lissabon, nicht ausüben könne. Gewagt.
 
11:53 Jetzt wirds populistisch. Das ist aber nicht negativ gemeint. Denn jetzt ist die Veranstaltung ein richtiger Politischer Aschermittwoch. Den EU-Kommissaren bescheinigt Bock Unfähigkeit bis Naivität.
 
11:52 Er widmet sich der Europäischen Union.
 
11:51 Nun Alexander Bock, Physikstudent und Piratenparteimitglied aus München.
 
11:49 Fazit: Von diesem Niveau an Realpolitik würden die Piraten noch eine ganze Weile lang entfernt bleiben, sagt Reinhardt und nimmt noch einen Schluck. Für einen Nicht-Bayern hat er einen ganz ordentlichen Zug drauf.
 
11:45 Ein SPDler habe den Piraten in Berlin geraten, ihre Nebeneinkünfte offen zu legen. Sie hätten dann auf der Homepage dieses SPD-Abgeordneten nachgeschaut. Da sei gestanden: Nebeneinkünfte von 1000 bis 7000 Euro. Das sei nun nicht so wahnsinnig transparent.

11:44 Jetzt kommen Insider-Geschichten, die Nicht-Berliner kaum verstehen können. Schade.
 
11:43
Es sei schwer gewesen, von den Grünen zu lernen. "Denn immer wenn wir da jemand kennengelernt hatten, war der auch schon wieder zurückgetreten."
 
11:41
"Realpolitik heißt: Die Regierung arbeitet den Haushalt aus. Die Abgeordneten schauen nochmal kurz drüber."
Fabio Reinhardt
Tom Webel
 
11:39
"Wir erarbeiteten umfangreiche Fragebögen. Das mochten die anderen Fraktionen nicht. Die hatten keine Lust auf lange Beratungen."
 
11:37
Es geht erst einmal um die Sitzverteilung im Berliner Abgeordnetenhaus. Also darum, wer wo sitzen darf.
 
11:35 Er widmet sich dem Thema Realpolitik. Und jedes Mal, wenn er das Wort "Realpolitik" ausspricht, trinkt er einen Schluck aus seinem Bierglas. Das wird ein feuchtfröhlicher Auftritt.
 
11:34 Nun Fabio Reinhardt, einer der Vertreter der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus.
 
11:31 Lang anhaltender Applaus. Etwas unstrukturiert, aber am Ende mit klarem Ziel die Rede von Wilm Schumacher. Schönes Ding.
 
11:30 "Ich werde mir nicht mangelnde Erfahrung vorwerfen lassen, wenn gerade unsere Zukunft verkauft wird."
 
11:29 Die Bahn sein Beispiel dafür, wie Resourcen verhökert würden, für kurzfristigen Gewinn. Es gehe um die Resourcen, die allen gehören würden. "Und von diesen Leuten muss ich mir mangelnde Erfahrung vorwerfen lassen."
 
11:28 Den "grünen Hippies" in der dortigen Landesregierung kann er ebenfalls nichts abgewinnen.
 
11:27 Er betrachte es als Zeichen einer maroden Einstellung, wenn man einen Bahnhof mit Wasserwerfern durchsetzen wolle. Jetzt sind wir bei Stuttgart 21.
 
11:25 3/4 aller deutschen Bürger würden die Privatisierung der Bahn ablehnen.
 
11:23  Für den ICE sei Geld da, für die Bürger nicht.
 
11:23 "Wir haben also Strecken, die verfallen sein werden, bevor der erste Zug drüber fährt."
 
11:21 Er referiert, wie teuer Hochgeschwindigkeitsstrecken sind. Die Millarden-Beträge fliegen durch den Raum.
 
11:18 Er wolle über ein überraschendes Thema reden. Über die Deutsche Bahn. Ja, das ist in der Tat überraschend an einem Politischen Aschermittwoch. Aber "anders als alle Anderen" ist ja ein bisschen auch das Motto der Piraten.

11:17 Nun Wilm Schumacher, der Generalsekretär der Piratenpartei. Ein Schnellredner.

11:16 Und nun zum spannenden Teil: Unter dem Beifall des Plenums muss Körner sein Bier raustrinken. Er schafft es.
 
11:12 Er wolle im übrigen nicht auf der FDP rumhacken. Dafür zitiert er einen FDPler: Es sei bitter, wenn der politische Gegner mit einem Mitleid habe.
 
Stefan Korner
Tom Webel
11:09 Jetzt gehts auf Hubert Aiwanger. Der habe vor ein paar Wochen einen Blondinenwitz getweetet. Aiwanger habe dann erklärt, die Witze seien durch die technische Fehlleistung eines Mitarbeiters online gegangen. Der Aiwanger solle halt beim Fax bleiben.
 
11:08 "Seehofer wurde von Journalisten gefragt, wie viele Fans er auf Facebook habe. Seehofer hat da vermutlich fieberhaft überlegt, was denn dieses Facebook ist."
 
11:07 Stefan Körner, der Landesvorsitzende Bayern, ist an der Reihe.
 
11:05 Aber auch die SPD bekommt ihr Fett ab, da die Partei mit 60 Prozent für die Vorratsdatenspeicherung gestimmt habe. In einer digitalen Welt sei diese ehemals stolze Partei überflüssig.
 
11:04 "Bullshit, Herr Uhl", ruft er ins Mikro. Der CSU-Politiker ist sein erstes Ziel. "Deren Unfähigkeit ist unser Antrieb." Der Überwachungswahn sei moralisch verkommen, nicht die Piraten.

11:03 Benedikt Schmidt entert die Bühne und erhebt sein Bierglas mit einem "Prost Piraten".
 
11:00
  Pünktlich wie die Maurer fangen sie an, die Herren und Damen Piraten.
 
10:53 Jeder Redner soll 15 Minuten sprechen. Das ist nicht viel für eine Aschermittwochsrede.
 
10:47 Heute soll es aber gegen die etablierten Parteien gehen und natürlich vor allem gegen Vorratsdatenspeicherung, ACTA und Co..
 
10:43
Piraten sind ja bekanntlich nicht konfliktscheu. Das weiß man schon aus dem Kino. Entsprechend wurde und wird der interne Zwist komplett öffentlich ausgetragen, per Twitter und Blogs. Es dauerte nicht lange, bis zu einer "Gruppe 69" aufgerufen wurde, die Liebe statt Streit propagieren soll.
 
10:40 Es hatte sich ein parteiinterner Flügel namens "Gruppe 42" gegründet. Das 42 ist eine Referenz auf den Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams. Dort ist die Zahl nicht weniger als die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest".

10:34 Es dürfte spannend werden, ob die teils noch relativ unerfahrenen Redner es schaffen, diese Querelen komplett auszublenden.
 
10:30 Themen an den Tischen sind natürlich auch immer wieder die internen Streitereien in den vergangenen Woche.

10:29 Der Raum füllt sich langsam.
 
10:24 Der Saal ist in oranges Licht getauch, die Logo-Farbe der Piraten.
 
10:12 Anzug und Schlipps sieht man kaum. Dafür jede Menge langer Haare bei Männern, Kapuzenpullis und T-Shirts mit Sprüchen. Schon optisch ein Untschied zum Politischen Aschermittwoch der CSU in Passau.
 
10:05 Einige Piraten erweisen Edmund Stoiber die Ehre. Sie haben sein Motto "Laptop und Lederhosen" wörtlich genommen und laufen in der Krachledernen auf. Wer ko, der ko.
 
10:02 Falls jemand derzeit ein Computer-Problem hat - nirgendwo anders wird er so viel geballtes Fachwissen finden, wie zur Stunde hier.
 
09:56 Die erste Hürde für die anreisenden Piraten von auswärts ist die Tiefgarage des Ingolstädter Theaters. Wo geht es hier nach oben? Welche Tür führt nur in eine Luftschleuse?
 
09:53 Willkommen zum donaukurier.de-Liveticker von Politischen Aschermittwoch der Piratenpartei in Ingolstadt. Wir werden auf jeden Fall bis zum Mittag live dabei sein.
 
Von Tom Webel