Städte vor dem Kollaps
Ingolstadt/Berlin (DK) Die deutschen Städte und Gemeinden erwarten wegen der Wirtschaftskrise heuer ein Rekorddefizit von zwölf Milliarden Euro. Auch in Ingolstadt und der Region wird die Luft dünner, doch stellt sich die Lage nicht so dramatisch dar wie anderswo.
Nachdem die Kommunen 2008 noch ein Plus von 7,6 Milliarden Euro verbuchten, betrug bereits 2009 nach Angaben den Deutschen Städtetags das Defizit etwa 4,5 Milliarden Euro. Durch die Wirtschaftskrise hätten einige Städte bei der Gewerbesteuer Verluste von mehr als 40 Prozent gehabt, sagte Roth. Gleichzeitig seien die Sozialausgaben der Kommunen im vergangenen Jahr auf etwa 40 Milliarden Euro gestiegen – fast doppelt so viel wie Anfang der 90er Jahre.
Im Gegensatz zu vielen anderen Städten müssen die Bürger in Ingolstadt nach Angaben von Finanzbürgermeister Albert Wittmann (CSU) derzeit noch nicht mit Gebührenerhöhungen oder der Schließung von Einrichtungen rechnen. Die Einbußen im Steueraufkommen könne man aus den Rücklagen ausgleichen.
Die Stadt Pfaffenhofen hat unterdessen ihren Ansatz bei der Einkommenssteuerbeteiligung um 18 Prozent nach unten korrigiert, steht aber laut Kämmerer Rudi Koppold "vergleichsweise noch gut da". In Riedenburg schließt Bürgermeister Michael Schneider (CSU) neue Schulden nicht aus, in Neuburg, Aichach und Hilpoltstein sprechen die Verwaltungen unisono von einer allmählich bedenklicher werdenden Finanzlage.
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