Sieben auf einen Streich
München (dk) Wie in einem schlechten Film müssen sich die Insassen einer U-Bahn im Münchner Untergrund am Dienstagnachmittag vorgekommen sein. Der Zug der Linie U1 fuhr vom Hauptbahnhof bis zum Mangfallplatz sieben Stationen ohne einen Halt durch, dann wurde er durch eine Zwangsbremsung gestoppt. Der Fahrer hatte 2,0 Promille intus.
Zunächst hatte der 46-Jährige an der ersten Station am Sendlinger Tor vergessen anzuhalten und bremste den Zug erst im Tunnel - Aussteigen unmöglich, außerdem ließen sich die Türen gar nicht öffnen. Die nächsten Stationen durchfuhr er ohne einen Stopp, und als er kurz vorm Erreichen der Endstation am Mangfallplatz (Stadtteil Neu-Harlaching) auch noch ein rotes Haltesignal missachtete, wurde der Zug per Zwangsbremsung zum Stillstand gebracht.
Der 46-jährige Mann wurde zur U-Bahnleitstelle gebracht und dort von der Polizei in Empfang genommen. Ein Alkoholtest ergab 2,0 Promille. Ihn erwartet - unter anderem - eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Höchstwahrscheinlich ist er auch seinen Job los.
Uwe Ziegler, Online-Redaktion
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