Donnerstag, 11.03.2010 |

 

02.02.2010 21:31 Uhr | 49x gelesen
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Rentner und Radler leben gefährlich


Bild: Rentner und Radler leben gefährlich .  München (DK) Rentner und Radler sind auf Bayerns Straßen den größten Gefahren ausgesetzt. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestern in München bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2009.

München (DK) Rentner und Radler sind auf Bayerns Straßen den größten Gefahren ausgesetzt. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestern in München bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2009.


Während die Zahl der Unfalltoten im Freistaat 2009 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Zählungen vor fast 60 Jahren sank, ist das Risiko eines tödlichen Unfalls für ältere Menschen und Radfahrer gestiegen, sagte Herrmann.

Radler und Senioren waren sowohl Opfer als auch Verursacher schwerer Verkehrsunfälle. Im vergangenen Jahr starben 99 Menschen bei Unfällen mit Fahrrädern, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 241 Menschen verloren ihr Leben bei Unfällen, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, ein Anstieg von neun Prozent. 191 dieser Todesopfer waren selbst Senioren – 22 Prozent mehr als 2008. Der Anteil der Senioren an allen Verkehrstoten liegt damit bei 25 Prozent.

In Zukunft soll es deshalb mehr Informationskampagnen für Senioren geben, kündigte Herrmann an. Radfahrer sollen weiter streng kontrolliert werden, denn häufig fielen sie durch "rücksichtsloses Verhalten" auf. Auch sonst sollen die Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen ausgebaut werden, denn zu schnelles Fahren sowie Alkohol und Drogen seien weiterhin die Hauptursache für Verkehrsunfälle, erläuterte Herrmann. Außerdem sollen die Leitplanken im Freistaat sicherer für Motorradfahrer gemacht werden und neue Radwege entstehen.

Insgesamt starben auf den Straßen des Freistaates im vergangenen Jahr 768 Menschen, 20 weniger als 2008. Verletzt wurden rund 69 400 Menschen, etwa 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Alles in allem gab es 341 000 Verkehrsunfälle – 0,8 Prozent weniger als 2008.

Als Erfolgsprojekt bezeichnete Herrmann das sogenannte Begleitete Fahren mit 17, bei dem Anfänger zusammen mit einer Aufsichtsperson Fahrpraxis sammeln können. Fahranfänger sind nämlich weiterhin überproportional häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. "Wir werden uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das Projekt auch mit Ablauf der Modellphase am 31. Dezember 2010 seine Fortsetzung findet", sagte Herrmann.



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