Mittwoch, 30.05.2012 |

 

24.01.2010 21:00 Uhr | 508x gelesen
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Prachtvoller Opernball


Bild: Prachtvoller Opernball .  Kennen Sie Trizonesien? Der eine oder andere mag sich des Faschingsschlagers noch entsinnen, der 1948 sogar kurzfristig zur Ersatz-Nationalhymne des Drei-Zonen-Deutschlands wurde. Intendantin Juliane Votteler hatte als konsequente Fortführung der thematischen Spielplan-Linie diesmal die 40er Jahre zum Motto des Augsburger Opernballs am Samstagabend erklärt. Taft raschelte, Strass glitzerte und die eine oder andere 40er-Stirnrolle war auch zu entdecken.

Kennen Sie Trizonesien? Der eine oder andere mag sich des Faschingsschlagers noch entsinnen, der 1948 sogar kurzfristig zur Ersatz-Nationalhymne des Drei-Zonen-Deutschlands wurde. Intendantin Juliane Votteler hatte als konsequente Fortführung der thematischen Spielplan-Linie diesmal die 40er Jahre zum Motto des Augsburger Opernballs am Samstagabend erklärt. Taft raschelte, Strass glitzerte und die eine oder andere 40er-Stirnrolle war auch zu entdecken.



Das Publikum amüsierte sich bestens. Dichtes Gedränge herrschte beim Augsburger Opernball auf der Tanzfläche. - Foto: oh
Nie wirft sich die Fuggerstadt so in Schale, nie sieht man so viele Roben, so viele kunstvolle Frisuren wie an diesem Abend. In den zehn Jahren, die der Opernball nun schon nach Wiener Vorbild direkt im Theater stattfindet, ist er von Jahr zu Jahr mehr zum Gesellschafts-Highlight geworden – ein Event von einer Größe und Pracht, wie ihn nicht einmal München zu bieten hat. Erstaunlich, wie viele örtliche Groß-Sponsoren Ball-Organisatorin Ursula Baier-Pickartz für die Sache Theater begeistern konnte. Mittlerweile gilt: Wer in Augsburg was zu sagen haben will, muss sich für den Opernball engagieren. Neben den örtlichen Gesellschaftsgrößen gab es auch wieder einige Polit-Prominenz zu sehen: Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth war ganz in grüner Seide erschienen, Staatsminister Wolfgang Heubisch, FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß (in dunkelrot) kamen ebenso wie die MdB Eduard Oswald, Christian Ruck und Heinz Paula – flankiert natürlich vom Augsburger OB Kurt Gribl.

Nie ist das Augsburger Theater so schön herausgeputzt wie an diesem Abend, was vor allem das Verdienst von Malsaal-Chef Wolfgang Buchner ist: Er verwandelte die Bühne wieder mit Logentürmen und Lüstern in einen Ballsaal und ließ neben viel fantasievoller Dekoration und Malerei diesmal sogar Adenauer & Co als Tribut ans Motto durch den Ball wandern. Dazu kunstvolle Drapperien in rot und creme, gekrönt von 7000 Flamingoblumen, Orchideen, Nelken und Rosen.

3000 Gäste tanzten und feierten an diesem Abend im gesamten Haus – von den Foyers bis zum Ballettsaal – bis 5 Uhr morgens zu den Klängen unzähliger Bands.


Von Barbara Angerer-Winterstetter

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