Ob sich Menschen in den neuen, meist engen und kastenförmigen Wohn- und Geschäftshäusern wirklich wohlfühlen, darf man bezweifeln. Die EMM lobt deshalb nun einen "Preis für Baukultur der Metropolregion München - Wachstum mit Qualität" aus. "Denn gesundes Wachstum hängt unausweichlich mit dem Thema Baukultur zusammen", sagt EMM-Geschäftsführer Wolfgang Wittmann.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Innen- und Bauministers Joachim Herrmann (CSU), des Bayerischen Städte- und des Bayerischen Gemeindetags sowie der Bundesstiftung Baukultur. Prämiert werden "gemischt genutzte Quartiere, Stadt- und Ortsteilzentren" aus der Metropolregion, die "exemplarisch für qualitative Lebensräume stehen und dabei aktuellen Herausforderungen - wie zum Beispiel Flächenknappheit und Mobilität - besonders gut begegnen", erläutert Geschäftsführer Wittmann.

Für den Preis bewerben können sich Städte und Gemeinden, Architekten, Landschafts- und Innenarchitekten, Bauingenieure, Projektentwickler, Stadtplaner und auch die Bauherren selbst. Bis Freitag, 10. November, können Projekte, die in den letzten fünf Jahren in der Metropolregion realisiert wurden, eingereicht werden. Das Ganze ist also auch eine Chance für alle Bürgermeister in der EMM, auf ihren Ort aufmerksam zu machen. Die Preisträger erhalten eine Urkunde, das ausgezeichnete Objekt wird mit einer Plakette gewürdigt. Der Preis ist allerdings nicht dotiert.

In der Jury sitzen die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk, der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel, sowie die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart. Die Preisverleihung findet im März 2018 statt. Im Nachgang werden die Preisträger in Form einer Wanderausstellung präsentiert.