Mittwoch, 30.05.2012 |

 

18.03.2010 22:01 Uhr | 1015x gelesen
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Eine Region macht gegen Street View mobil


Ingolstadt (DK) Der Widerstand gegen Google Street View wird in Ingolstadt und den angrenzenden Landkreisen immer massiver. So wird die Stadt Ingolstadt in den nächsten Tagen Widerspruch gegen das Abfilmen kommunaler Gebäude durch den umstrittenen Dienst des Internet-Riesen einlegen. Im März und April sollen die Google-Fahrzeuge in der Region unterwegs sein. Wann genau, vermag auch eine Sprecherin des US-Unternehmens nicht zu sagen. Das hänge von vielen Faktoren ab, hieß es gestern unbestimmt.


Unterdessen formiert sich vor allem bei zahlreichen Gemeinden eine immer breitere Front gegen Street View. Im Landkreis Pfaffenhofen etwa haben sich bislang acht von 19 Kommunen – die Kreisstadt selbst sowie Geisenfeld, Schweitenkirchen, Jetzendorf, Reichertshausen, Rohrbach, Reichertshofen und Pörnbach – gegen das Fotografieren beispielsweise von Schulen und Kindergärten ausgesprochen. "Es kann nicht sein, dass man sich permanent im Internet wiederfindet", redet beispielsweise der Geisenfelder Bürgermeister Christian Staudter Klartext. "Die Intimsphäre der Menschen muss geschützt werden", pflichtet sein Schweitenkirchener Kollege Albert Vogler bei. Und auch der amtierende Landrat des Kreises Pfaffenhofen, Anton Westner, lässt keine Zweifel an seiner Haltung: "Ich persönlich würde nicht zustimmen." Als Landrat könne er den Gemeinden nur dazu raten, Widerspruch einzulegen.  
Widerstand regt sich auch im Nachbarlandkreis Neuburg-Schrobenhausen, wobei dort die Kommunen verstärkt an die Bürger appellieren, selbst gegen Google Street View vorzugehen. Während das Hohenwarter Gemeindeoberhaupt Manfred Russer Protestaktionen nicht ausschließen will, übt Alfred Lengler, CSU-Kreisvorsitzender und Bürgermeister von Gachenbach, scharfe Kritik an den "Berufspolitikern" in Berlin und München, die nicht mit dem nötigen Einsatz gegen Google vorgingen: "Die lassen uns ganz schön im Regen stehen." Dass "die meisten Bürger noch gar nicht wissen, was auf sie zukommt", vermutet der Aresinger Bürgermeister Horst Rössler.
 
Aus Sicht der Juristen, die im Auftrag von DONAUKURIER-Verleger Georg Schäff Gutachten zu dem Internet-Projekt erstellt haben, steht indes eindeutig fest: Das systematische Abfotografieren von Straßenzügen verletzt deutsches Recht. Deshalb gibt es auf www.donaukurier.de/google weiterhin Widerspruchsformulare zum Herunterladen. Darüber hinaus stehen ab sofort auch Protestplakate zum Ausdruck oder Download zur Verfügung.


Donaukurier
 
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  • Gegen google werden alle Möglichkeiten... (0)
    geschrieben am 21.03.2010 21:06

    Hallo Redaktion > Wo bleiben Formulare, Plakate, Vordrucke gegen Kindesmissbrauch? Kann man sich so ein Plakat bei euch abholen? Oder einen Aufkleber... Ich würde es mir gerne auf mein Auto kleben.

    Autor: unbekannt
    Beiträge: 108
  • Re: Gegen google werden alle Möglichkeiten... (0)
    geschrieben am 21.03.2010 21:51
    als Antwort auf das Posting von unbekannt am 21.03.2010 21:06
    Dieses Posting hat den Diskussionszweig eröffnet

    Gutes Argument.

    Autor:   einfeindesein  (45)
    Beiträge: 1903
  • Generalmobilmachung (0)
    geschrieben am 19.03.2010 16:21

    Wahrscheinlich liegt es auch an dieser konservativen (CSU gesteuerten) Griundhaltung, dass viele Familien in Bayern von schnellen DSL Zugängen nur träumen können.

    Und mit schnell ist der Stand der technik gemeint und nicht wie die Telekom so gerne behauptet 1MBit.

    Denn als Netto-Transfer bleibt da gerade mal dann 1/3 bis zur 1/2 übrig.

    Autor:   tilly_wiese  (38)
    Beiträge: 140



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