Mittwoch, 30.05.2012 |

 

12.02.2010 11:54 Uhr | 1220x gelesen
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3000 Schüler demonstrieren in München


Bild: 3000 Schüler demonstrieren in München.  München/Ingolstadt (dk) Zu einer Demonstration, die offiziell keine ist, haben sich heute 3000 Gymnasiasten in München versammelt. Sie protestierten bei einer Informationsveranstaltung titulierten Protestkundgebung gegen das achtstufige Gymnasium G8 und die reformierte Oberstufe Q11. Mitten drin: 120 Schüler des Ingolstädter Scheiner-Gymnasiums.

München/Ingolstadt (dk) Zu einer Demonstration, die offiziell keine ist, haben sich heute 3000 Gymnasiasten in München versammelt. Sie protestierten bei einer Informationsveranstaltung titulierten Protestkundgebung gegen das achtstufige Gymnasium G8 und die reformierte Oberstufe Q11. Mitten drin: 120 Schüler des Ingolstädter Scheiner-Gymnasiums.


Schüler Demo München
Bild: oh
Immenser Leistungsdruck, merkwürdige Stundenpläne, überfrachtete Lehrpläne, sinnlose Freistunden, kaum mehr Freizeit oder Zeit für soziale oder sportliche Aktivitäten: Die Liste der Kritikpunkte der Schüler ist lang. Vieles davon tragen die Lehrer mit. Der Ingolstädter Gymnasiallehrer Gerhard-Georg Krainhöfner bilanziert: "Es darf nicht sein, dass die Schüler alleine ausbaden müssen, was uns die Politik eingebrockt hat."

zur Diashow G8 Demo München

  
Schüler Demo München
Bild: oh
Mehr als 3000 Schüler versammelten sich deswegen heute auf dem Münchner Odeonsplatz. Aus Ingolstadt waren insgesamt rund 250 Jugendliche angereist. Das Motto der Veranstaltung: "Liebe CSU, lieber Edmund, wir sparen gerne für eure Arrgonz". Einige skandierten: "Spaenle, wir wissen, wo dein Traktor steht." Auf Plakaten stand unter anderem: "Liebe CSU, diese Zeit werden wir euch niemals vergessen!"
 
Im Vorfeld hatten Direktoren bayernweit Schülern mit Verweisen oder anderen Sanktionen gedroht, sollten sie an der Veranstaltung teilnehmen. Die Schüler berichteten, die Direktoren hätten davon mittlerweile Abstand genommen. Die Demonstration sei zur Informationsveranstaltung umdeklariert worden. Schließlich sprach Kultusminister Ludwig Spaenle auf dem Odeonsplatz zu den Schülern. Dabei musste er sich allerdings vor einigen geworfenen Tomaten in acht nehmen.
 
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