Sonntag, 25. September 2016 |

 

31.01.2016 17:01 Uhr | x gelesen
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Seehofer wegen geplanten Besuchs in Moskau in der Kritik


Bild: Seehofer wegen geplanten Besuchs in Moskau in der Kritik.  Eine geplante Reise von CSU-Chef Seehofer nach Moskau erregt die Gemüter. Sie habe \

Eine geplante Reise von CSU-Chef Seehofer nach Moskau erregt die Gemüter. Sie habe "kein gutes Gefühl" dabei, erklärte SPD-Generalsekretärin Barley. Auch in der Union gibt es Befürchtungen, Seehofer könnte sich gegen Kanzlerin Merkel positionieren.


Eine geplante Reise von CSU-Chef Seehofer nach Moskau erregt die Gemüter. Sie habe "kein gutes Gefühl" dabei, erklärte SPD-Generalsekretärin Barley. Auch in der Union gibt es Befürchtungen, Seehofer könnte sich in Russland gegen Kanzlerin Merkel positionieren. Horst Seehofer will nach Russland reisen
Bild: © 2016 AFP Eine geplante Reise von CSU-Chef Seehofer nach Moskau erregt die Gemüter. Sie habe "kein gutes Gefühl" dabei, erklärte SPD-Generalsekretärin Barley. Auch in der Union gibt es Befürchtungen, Seehofer könnte sich in Russland gegen Kanzlerin Merkel positionieren.

Ein geplanter Besuch von CSU-Chef Horst Seehofer beim russischen Präsidenten Wladimir Putin stößt parteiübergreifend auf Kritik. "Bei Herrn Seehofer weiß man ja manchmal nicht so genau, welche neuen Positionen er über Nacht entwickelt", sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. "Insofern habe ich gerade in der Außenpolitik und gerade im Gespräch mit Russland kein gutes Gefühl damit, wenn er nach Russland reist."

Seehofer suche jede Bühne, die sich ihm biete und nutze dies für Angriffe gegen die CDU und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sagte Barley am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Ich hoffe sehr, dass dieser Besuch in Russland nicht auch in diese Richtung geht." Seehofer will am Donnerstag zu Putin nach Moskau reisen.

Auch in der Union wird die angekündigte Reise des bayerischen Ministerpräsidenten kritisch gesehen. "Seehofer hat sich in der Flüchtlingsdebatte eindeutig gegen die Bundeskanzlerin positioniert ? ich hoffe, dass er die Reise unterlässt", sagte Roderich Kiesewetter (CDU), Obmann für Außenpolitik in der Unionsfraktion, der "Welt am Sonntag".

"Russland kooperiert mit rechtsradikalen Parteien ? auch bei uns in Deutschland", fügte der CDU-Politiker hinzu. "Wenn Seehofer fährt, muss er die Russen mahnen, die hybride Informationsfälschung und die verdeckte Finanzierung von rechtsradikalen Netzwerken einzustellen."

Zuletzt hatte der Fall eines vermeintlich entführten und vergewaltigen deutsch-russischen Mädchens aus Berlin zu Verwerfungen in den deutsch-russischen Beziehungen geführt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte der Berliner Polizei unterstellt, die angebliche Entführung aus Gründen der politischen Korrektheit vertuscht zu haben. Das Mädchen hatte behauptet, von drei "südländisch" aussehenden Migranten entführt und über viele Stunden vergewaltigt worden zu sein. Später stellten sich ihre Angaben laut Polizei als unwahr heraus.

"Es ist gut, wenn Gesprächskanäle nach Moskau geöffnet und nicht geschlossen werden. Dass ausgerechnet Seehofer dafür der richtige Mann ist, bezweifle ich", sagte der Linken-Politiker Stefan Liebich der "Welt". Denn Seehofer werde "sicher nicht kritisieren, dass die öffentlichen Zweifel der russischen Regierung an der Berliner Polizeiarbeit Wasser auf die Mühlen von AfD und Pegida ist".

"Die Nebenaußenpolitik, die Herr Seehofer betreibt, ist peinlich", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter im ZDF. "Und man muss sich große Sorgen machen, was Herr Seehofer jetzt in Russland wieder treibt." Wenn Seehofer mit Putin über die Sanktionen sprechen wolle, "kann nur was rauskommen, was für die Bundesrepublik Deutschland eine Peinlichkeit ist".

Seehofer wies die Vorwürfe am Sonntag im ZDF zurück. "Wir machen keine Nebenaußenpolitik", hob er in der Sendung "Berlin direkt" hervor. Seine Reise begründete er einerseits mit den traditionell engen Beziehungen zwischen Bayern und Russland. Zudem hob er hervor, dass angesichts von "vielen, vielen politischen Brandherden" der Dialog mit Moskau fortgeführt werden müsse.


Berlin (AFP)

 
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  • Vernünftig lädt ... nicht eingeloggt Gefällt mir noch nicht bewertet Gefällt mir nicht mehr schon bewertet ()
    geschrieben am 01.02.2016 12:55

    ist Seehofers Reise nach Moskau denn wie heißt es so schön in Bayern :reden machts Sach aus-Putin ist nun mal Präsident Russlands und die Sanktionen schaden Deutschland
    Europa und Russland das dieser Schwachsinn auf dem Mist der US-Administration gewachsen ist nicht strittig das die USA Russland vernichten wollen kann man in der Wolfowitz/Bush Doktrin nachlesen
    Wenn einer vernünftig mit Putin zu reden versucht kann man das nur begrüßen Ach ja die Krim darüber ist man im Westen sehr froh einen Grund zu haben Russland schurriegeln zu können Das unsere christliche Kanzlerin diesen Schachsinn mitmacht
    einen Staat zu ruinieren Millionen Menschen in Not und Elend zu stürzen
    und dies auf "Wunsch" der Amis ist ein Verbrechen

    Autor:   grantler
    Beiträge: 785
  • Rasputins unter sich lädt ... nicht eingeloggt Gefällt mir noch nicht bewertet Gefällt mir nicht mehr schon bewertet ()
    geschrieben am 01.02.2016 12:05

    Deutsche Wähler! AfD und CSU wollen Euch Eure demokratische Wähler-Stimme wegnehmen!
    AfD-Führung will auf Flüchtlinge schießen lassen und CSU-Führung macht Putin ihre Aufwartung!
    Und nicht zu vergessen: Frau Klöckner will mit der AfD an einen Tisch!
    Dafür wollen Sie auch Eure Wählerstimmen!
    Verkehrte Welt?
    http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
    Echte Demokraten wählen aber mit Herz und Verstand.
    Gebt ihnen die Quittung!

    Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4

    Viel Spaß beim Anhören!
    Rock-Blogger, Blog-Rocker und Roll'n Rocker Sigismund Rüstig posted auf multimediale Weise Meinungen und Kommentare zu aktuellen Reiz-Themen in Form von Texten und Liedern.

    Autor: SigismundRuestig
    Beiträge: 371



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